Einer der stärksten Brexit-Befürworter, Nigel Farage, hält nach der Ablehnung des Brexit-Vertrags im britischen Unterhaus ein zweites Referendum über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union für möglich.
»Ich glaube und fürchte, dass wir auf einem Weg zu einer Verlegung und möglicherweise einem zweiten Referendum sind«, sagte der frühere UKIP-Chef am Mittwoch gegenüber dem Nachrichtensender Sky News. Er rechne jetzt zunächst mit einer Verlängerung der Frist für den Brexit über den 29. März hinaus.
Es dürften im Anschluss die Stimmen für ein zweites Referendum in Westminster lauter werden, so Farage, der nach dem Maastrichter Vertrag die konservativen Tories verließ, um 1993 die UKIP als Partei für den Austritt Großbritanniens aus der EU zu gründen. Aktuell ist er als Vorsitzender der Fraktion »Europa der Freiheit und der direkten Demokratie« im EU-Parlament. Seine UKIP verließ er vergangenen Monat.
Farage äußerte in Straßburg den Verdacht, die EU wolle, wie schon in der Vergangenheit bei EU-Vertragsänderungen in Dänemark und Irland, durch weitere Referenden den zuvor geäußerten Willen der Bürger wegwischen.
Seine Landsleute seien zwar dafür bekannt, die Dinge entspannt zu sehen, »aber ich verspreche Ihnen, wenn man sie zu sehr unter Druck setzt, dann sind sie wie ein brüllender Löwe«, betonte der Abgeordnete. Er sieht, dass die Briten bei einem zweiten Referendum »mit einer noch größeren Mehrheit« als im Juni 2016 für den Austritt stimmen würden.
Nach der Ablehnung des Brexit-Vertrages
Nigel Farage rechnet mit zweitem Brexit-Referendum
»Ich glaube und fürchte, dass wir auf einem Weg zu einer Verlegung und möglicherweise einem zweiten Referendum sind«, erklärte der frühere UKIP-Chef Nigel Farage. Dabei rechnet er aber damit, dass die Briten aus Trotz »mit einer noch größeren Mehrheit« für den Brexit stimmen.
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