In Venezuela protestieren seit Monaten Bürger und Opposition für vorgezogene Wahlen und einen Rücktritt von Präsident Maduro, dem sie die Verantwortung für die schlechte wirtschaftliche Lage zuschreiben. Bereits über 60 Menschen starben bei den Protesten und dem harten Vorgehen der Sicherheitskräfte.
Die Wut in der Bevölkerung über die Wirtschaftskrise in dem ölreichen Land Südamerikas, die Lebensmittel und Medikamente knapp werden lässt, ist groß. Kritiker werfen dem Sozialisten Nicolás Maduro vor, wie ein Diktator zu herrschen.
Jetzt kündigt Venezuelas Präsident Maduro ein Referendum über seine umstrittenen Pläne für eine neue Verfassung an. Dabei solle das Volk darüber abstimmen, ob es für oder gegen eine neue, stärkere Verfassung sei, sagte Maduro. Damit reagierte Maduro nicht nur auf Kritik der Opposition sondern auch aus den eigenen Reihen der Sozialistischen Partei.
Die Regierung erklärte noch im Juli eine konstituierende Versammlung zu bilden, um eine neue Verfassung auszuarbeiten, was bei der Opposition auf Ablehnung stößt. Die Gegner Maduros befürchten, dass die neue verfassungsgebende Versammlung Oppositionsparteien benachteiligt oder ganz ausschließt, während Maduro mehr Kompetenzen an sich zieht.
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