Der Euro erreichte am Dienstag ein Tageshoch gegenüber dem US-Dollar, nachdem der wichtigste Handelsberater von Donald Trump, Peter Navarro, Deutschland der Währungsmanipulation bezichtigt hatte. Die Gemeinschaftswährung stieg darauf um 0,36 Prozent von 1,0703 auf 1,0733.
Navarro vom neu installierten Nationalen Handelsrat der USA warf Deutschland vor, einen durch die Niedrigzinspolitik stark unterbewerteten Euro zu benutzen, um die USA und andere Handelspartner auszubeuten. Es ist zu vermuten, dass die neue US-Regierung die Wechselkurse in ihr Herangehen an Handelsbeziehungen berücksichtigt.
Im Vorfeld zeigten amtliche Daten, dass das Wirtschaftswachstum und die Inflation im Euroraum sich im Dezember beschleunigten. So stiegen im Vergleich zum Vorjahr die Preise in der Eurozone nach 1,1% im Dezember um 1,8 Prozent, was den schnellsten Anstieg seit Februar 2013 markiert. Letztlich strebt die EZB eine Inflationsrate von nahe 2 Prozent an.
Der Chef des National Trade Council bezeichnete Deutschland durch seine Finanzpolitik als eines der Haupthindernisse für ein Handelsabkommen zwischen der EU und den Vereinigten Staaten. Deswegen sei auch das seit Jahren geplante transatlantische Abkommen TTIP nunmehr tot.
Navarro betonte, die Regierung Trump bevorzuge bilaterale Handelsabkommen mit anderen Staaten gegenüber Staatengruppen. Hingegen könne man TTIP nicht als bilaterales Abkommen sehen. Der Ökonom gab Deutschland die Schuld für das Scheitern von TTIP.
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Trump-Berater kritisiert Ausbeutung von USA und anderer Partner
Navarro wirft Deutschland Missbrauch durch Euro-Niedrigzinsen vor
Trumps Handelsberater Peter Navarro hält dem Euro vor, gezielt unterbewertet zu sein, und dass Deutschland dessen Schwäche missbrauche, um die USA und andere Handelspartner auszubeuten. Daran sei auch letztlich TTIP gescheitert.
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