In Rom kommen an diesem Montag die Innenminister aus europäischen und nordafrikanischen Ländern zusammen. Dabei geht es um die Frage, wie man mittels eines sogenannten Flüchtlingsabkommens die illegale Einwanderung von Afrika nach Europa stoppen kann.
Die libysche Regierung unter Ministerpräsident Fayez Serraj stellt dabei konkrete Forderungen. Sie verlangt 800 Millionen Euro für die Umsetzung eines Abkommens, um Asylsuchende von der Überquerung des Mittelmeers abzuhalten.
Die EU-Kommission stellte bereits an Libyen 200 Millionen Euro für die Umsetzung des Abkommens zur Verfügung. Jetzt soll es die vierfache Summe werden. Ob die EU tiefer in die Tasche greift, soll Innenkommissar Dimitri Avramopoulos beim Treffen in Rom klären.
Anschaffen will Libyen zur Stärkung seiner Küstenwache zehn Schiffe, zehn Motorboote, vier Hubschrauber und 24 Schlauchbote. Zudem bittet die Regierung zur Bekämpfung der Schlepperei um Jeeps, Rettungsautos und Satellitentelefone.
Vertreten bei dem Gipfeltreffen in Rom sind Italien, Frankreich, Deutschland, Malta, Slowenien, Österreich und die Schweiz, daneben die nordafrikanischen Länder Algerien, Tunesien und Libyen.
Entwickelt werden sollen Strategien für die Stabilisierung der Lage im zentralen Mittelmeerraum, für die Kontrolle der libyschen Küste, sowie der südlichen Grenze Libyens, erklärte der italienische Innenminister Marco Minniti.
Die tatsächliche Umsetzung eines Abkommens gilt als problematisch, da die international anerkannte Einheitsregierung mit Sitz in der Hauptstadt Tripolis unter Serraj nur Teile des libyschen Territoriums kontrolliert. In anderen herrschen der IS oder andere Milizen.
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Innenminister-Gipfel in Rom zur Eindämmung illegaler Zuwanderung
Libyen fordert von EU 800 Millionen Euro
Die Innenminister aus europäischen und nordafrikanischen Ländern beraten in Rom über ein Abkommen zum Stopp der illegalen Migration über das Mittelmeer. Libyen will dafür statt der von Brüssel zugesagten 200 Millionen jetzt 800 Millionen Euro.
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