Ex-Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) erwartet ein Scheitern der Verhandlungen zwischen Union und SPD für eine große Koalition. Dieses soll laut der »Bild«-Zeitung der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung in einem kleinen Kreis als Prognose ausgegeben haben.
Lammert erklärte dabei als seine Sicht, es werde eine vorgezogene Neuwahl geben ohne eine erneute Kandidatur von Kanzlerin Angela Merkel. Er rechne dabei mit einer schwarz-grünen Koalition.
Der CDU-Politiker wollte die Aussage weder bestätigen noch verneinen: »Ich weise lediglich immer wieder darauf hin, dass die ständigen Erklärungen, es werde auf jeden Fall wieder zur Bildung einer Großen Koalition kommen, die sicherste Methode sind, eine selbige zu verhindern.«
Schon seit längerem gilt das Verhältnis von Lammert und Merkel als angespannt. Der Ex-Bundestagspräsident galt als aussichtsreicher Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten, fand aber keine Unterstützung bei Merkel. Bei der letzten Bundestagswahl verzichtete er auf eine erneute Kandidatur für das Parlament.
Zuletzt gab es einen Machtkampf um den Vorsitz der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung. Merkel präferierte ihre Vertraute Annette Schavan als Nachfolgerin von Hans-Gert Pöttering, doch gab es gegen die frühere Bundesbildungsministerin wegen ihrer Plagiatsaffäre große Vorbehalte. Schließlich wurde Lammert Vorsitzender.
Ex-Bundestagspräsident rechnet mit Scheitern der großen Koalition
Lammert erwartet Neuwahl mit Merkel-Rückzug
Der neue Chef der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung Norbert Lammert sieht ein baldiges Ende der Ära Merkel kommen. Der Ex-Bundestagspräsident erwartet das Scheitern einer neuen großen Koalition und den Rückzug von Angela Merkel.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.


Add new comment