Bombenanschlag in U-Bahn mit 14 Toten erschüttert russische Metropole

Kirgisischer Islamist hinter Anschlag in St. Petersburg ausgemacht

Die Zahl der Todesopfer nach dem U-Bahn-Anschlag im russischen St. Petersburg hat sich mittlerweile auf 14 erhöht. 49 liegen noch verletzt im Krankenhaus. Der Selbstmordattentäter soll ein kirgisischer Islamist mit russischem Pass sein.

Freie Welt

Für den am Montag verübten Bombenanschlag auf die U-Bahn in St. Petersburg soll bisherigen Ermittlungen zufolge ein Russe kirgisischer Herkunft für das Selbstmordattentat verantwortlich sein. Es handele sich um einen Mann, der 1995 in der Stadt Osch im Süden der überwiegend von Muslimen bewohnten Ex-Sowjetrepublik Kirgisistan geborenen wurde. Dieser hätte Verbindungen zu radikalen Islamisten gehabt.

Von daher ist bei der Tat von einem islamistisch-terroristischen Hintergrund auszugehen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow rief zu einer verstärkten internationalen Zusammenarbeit gegen den Terrorismus auf. Unterdessen ist die Zahl der Toten nach offiziellen Angaben auf 14 angestiegen. Elf Menschen seien direkt am Anschlagsort gestorben. Drei weitere seien in Rettungswagen oder in Krankenhäusern ihren  Verletzungen erlegen. 49 Verletzte befinden sich noch im Krankenhaus.

Die Explosion soll sich gegen 14.40 Uhr in einem Zug zwischen den Stationen Sennaja Ploschtschad und Technologisches Institut im Stadtzentrum ereignet haben. Ein weiterer Sprengsatz wurde in der U-Bahn-Station am Wosstanija-Platz gefunden, der rechtzeitig entschärft werden konnte. Ein Bekennerschreiben gab es bisher nicht. Präsident Wladimir Putin hielt sich zum Zeitpunkt der Explosion ganz in der Nähe in St. Petersburg auf, so dass es hierzu einen direkten Bezug geben kann.

Sven von Storch

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