IWF-Chefin Christine Lagarde wird innerhalb der christdemokratischen Europäischen Volkspartei (EVP) als Nachfolgerin von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker gehandelt, wie die »Welt am Sonntag« berichtete.
Demnach gebe es Überlegungen Lagarde in zwei Jahren zur Spitzenkandidatin der EVP bei der EU-Parlamentswahl im Frühsommer 2019 zu machen, damit sie anschließend Nachfolgerin von Juncker an der Spitze der EU-Kommission werden könne.
Man gehe dabei davon aus, dass die 61-jährige französische Politikerin in Brüssel auch von den Liberalen unterstützt werden könnte. Entscheidend sei aber, dass Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine Nominierung Lagardes, die 2007 bis 2011 unter Francois Fillon französische Wirtschafts- und Finanzministerin war, unterstütze.
Ebenso ist bekannt, dass Lagarde zu Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ein besonders enges Verhältnis habe. Juncker gab hingegen bereits vor Monaten bekannt, dass er 2019 keine weitere Amtszeit als EU-Kommissionschef anstrebe. Lagardes Amtszeit als Chefin des Internationalen Währungsfonds in Washington läuft noch bis 2021.
Dabei wurde Lagarde in Frankreich 2016 von einem Gericht wegen des Tatbestands des fahrlässigen Umgangs mit Steuergeldern schuldig gesprochen. Sie soll durch ihr Verhalten in der Tapie-Affäre ermöglicht haben, dass Steuergelder veruntreut wurden. Auf eine Strafe verzichtete jedoch das Gericht.
Mehr dazu unter wallstreet-online.de
Macron und Merkel planen schon Nachfolge für EU-Kommissionschef
IWF-Chefin Christine Lagarde soll 2019 Juncker folgen
Frankreichs Präsident Macron soll eine solche Kandidatur unterstützen. Ihr Verhältnis zu Merkel gilt als eng. IWF-Chefin Lagarde gilt in Kreisen der EVP-Fraktion als eine mögliche Nachfolgerin für EU-Kommissionschef Juncker, der 2019 aufhören will.
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