Salvini sorgt für Kehrtwende bei Migration

Illegale Einwanderung nach Italien sank um 95 Prozent

Die Maßnahmen des italienischen Innenministers Salvini gegen illegale Zuwanderung zeigen Wirkung. 95 Prozent weniger Migranten kamen zuletzt nach Italien. Daneben gibt viermal so viele Rückführungen in Heimatländer wie neue Ankünfte.

In Italien trafen in den ersten zwei Monaten dieses Jahres nur noch 262 illegale Migranten ein, während es im Vergleichszeitraum 2018 noch 5.427 gewesen. Das entspricht einem deutlichen Rückgang der illegalen Zuwanderung von 95 Prozent, wie das Innenministerium in Rom mitteilte.

Zugleich stieg dabei die Zahl der Rückführungen. 1.099 Ausländer kehrten in die Heimat zurück, darunter 86 auf freiwilliger Basis. »Die Zahl der Heimführungen war 2019 viermal höher als die der Ankünfte«, sagte Italiens Innenminister Matteo Salvini. »In diesem Jahr übertreffen die Rückkehrer das Vierfache der Ankünfte«, so er weiter.

In Italien sank die Zahl der dort eingetroffenen Migranten im Jahr 2018 um 80,4 Prozent auf 23.370 Personen. Dabei waren es 2017 noch 119.369 Migranten. Im Vergleich zu 2016, als 181.436 Migranten Italien erreichten, betrug der Rückgang sogar 87,1 Prozent.

Der seit Juni als Innenminister amtierende Lega-Chef Salvini hatte als eine der ersten Maßnahmen der neuen Regierung die italienischen Häfen für Rettungsschiffe von Nichtregierungsorganisationen geschlossen.

Sven von Storch

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