Die Rentenkasse verbuchte einer Kabinettsvorlage zum Entwurf für den Bundeshalt 2018 zufolge im vergangenen Jahr ein Minus von 2,2 Milliarden Euro. Damit fiel der Fehlbetrag der Gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) gegenüber dem Vorjahr um gut 600 Millionen Euro höher aus.
Ursache für das größere Minus seien höhere Ausgaben als 2015. Im Jahr 2014 erzielte die GRV noch einen Überschuss von 3,16 Milliarden Euro, während man 2015 mit 1,59 Milliarden Euro in die roten Zahlen rutschte. Die höhere Ausgaben sind dem neuen Rentenpaket der großen Koalition geschuldet.
Nach Schätzungen des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) beliefen sich allein die Ausgaben für die Mütterrente in 2015 auf 6,8 Milliarden Euro, in 2016 auf 7,1 Milliarden Euro. Hingegen waren die Kosten für die Rente mit 63 mit 480 Millionen im Jahr 2015 und 820 Millionen im Jahr 2016 vergleichsweise gering.
Laut Bundesfinanzministerium mache das abermals gestiegene Minus im vergangenen Jahr keinen Anstieg des Beitragssatzes von derzeit 18,7 Prozent erforderlich. Dieser könne voraussichtlich bis 2021 stabil bleiben. 2015 wurde der Beitragssatz noch um 0,2 Prozentpunkte gesenkt.
Die Bundesregierung erwartet ohne Gegensteuern beim Rentenniveau in den nächsten 30 Jahren einen Absturz um mehr als sechs Prozentpunke. Laut Arbeitsministerium drohe das Rentenniveau bis 2045 von derzeit 47,8 Prozent eines Durchschnittslohns auf etwa 41,6 Prozent zu sinken.
2,2 Milliarden Euro fehlen kraft seit 2015 gestiegener Ausgaben
Große Koalition reißt Milliardenminus in die Rentenkasse
Die Gesetzliche Rentenversicherung zahlte im vergangenen Jahr 2,2 Milliarden Euro mehr aus als eingenommen wurde. In die roten Zahlen rutschte man, nachdem die große Koalition ihr Rentenpaket mit höheren Ausgaben verabschiedete.
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