In Griechenland zeichnet sich hinsichtlich der anstehenden Parlamentswahl am Sonntag immer mehr ein Machtwechsel ab. Das linke Syriza-Bündnis um Regierungschef Alexis Tsipras hat mit deutlichen Verlusten zu rechnen. Beim Meinungsforschungsinstitut Puls rutschten sie im Vergleich zur Wahl 2015 von rund 35,5 Prozent auf 27 Prozent ab.
Hingegen liegt die liberal-konservative Nea Dimokratia (ND) unter ihrem Parteichef Kyriakos Mitsotakis in der Umfrage mit 36 Prozent klar vorn. Kommt diese auf das Ergebnis wäre ihr eine bequeme Mehrheit im Parlament sicher, denn das griechische Wahlsystem gibt der stärksten Partei als Bonus immer zusätzliche 50 Mandate.
Nach der aktuellen Prognose käme die Nea Dimokratia somit auf etwa 164 der 300 Mandate im griechischen Parlament und bräuchte damit auch keinen Koalitionspartner. Damit dürfte die Entscheidung von Alexis Tsipras, vorgezogene Neuwahlen abzuhalten, auch zum Ende der Links-Regierung und zur Machtübergabe an die Liberal-Konservativen führen.
Auch andere Umfragen verschiedener Institute sahen zuletzt Mitsotakis' ND klar vorn. In der aktuellen Puls-Umfrage folgt hinter ND und Syriza die sozialdemokratische Partei KINAL mit sieben Prozent auf Platz drei, dahinter die Kommunisten mit fünf Prozent und die rechtsextreme Goldene Morgenröte mit vier Prozent. Es gilt eine drei-Prozent-Hürde.
Tsipras hatte nach den Europawahlen am 26. Mai überraschend vorgezogene Parlamentswahlen angesetzt, nachdem er auf diese Weise auf das schwache Abschneiden des Syriza-Bündnisses reagieren wollte.
Konservativer Kyriakos Mitsotakis kann auf absolute Mehrheit hoffen
Griechen haben Tsipras' Links-Bündnis Syriza satt
Bei der vorgezogenen Parlamentswahl in Griechenland droht dem Links-Bündnis Syriza unter Ministerpräsident Alexis Tsipras die Ablösung. Die liberal-konservative Nea Dimokratia unter Kyriakos Mitsotakis kann ab Sonntag vermutlich mit einer absoluten Mehrheit der Sitze regieren.
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