Das griechische Parlament plant diesen Mittwoch über den künftigen Umgang mit Reparationsforderungen an Deutschland zu entscheiden. Eine vom Parlament einberufene Expertenkommission bezifferte schon vor drei Jahren den Umfang der Forderungen auf mindestens 289 Milliarden Euro.
Dabei sind enthalten in der Summe eine Zwangsanleihe, die Griechenland der Deutschen Reichsbank während des Krieges gewähren musste, sowie Zahlungen für Kriegsverbrechen und -schäden, nachdem 1941 zunächst Italien und wenig später Bulgarien und Deutschland in das bisher vom faschistischen Diktator Ioannis Metaxas regierte Land einmarschierten.
Die Bundesregierung sieht das Thema Reparationsforderungen als erledigt an, da der 1990 zur Wiedervereinigung unterzeichnete Zwei-plus-Vier-Vertrag ausweist, es seien »keine weiteren Reparationen« vorgesehen. Zudem habe abschließend Deutschland bereits im Jahr 1960 Griechenland 115 Millionen Mark Entschädigung gezahlt.
Die Abgeordneten wollen der Regierung nun eine Handlungsempfehlung geben, wie man mit dem Thema weiter verfahre. Der griechische Präsident Prokopis Pavlopoulos deutete Anfang des Jahres an, dass beispielsweise ein Gang vor europäische Gerichte denkbar wäre, um auf diese Weise die Forderung durchzusetzen.
Parlament will weiteren Umgang mit Milliarden-Forderung klären
Griechen debattieren mal wieder über deutsche Reparationen
An diesem Mittwoch diskutiert das griechische Parlament, wie man gegenüber Deutschland mit seinen Reparationsforderungen aus dem Zweiten Weltkrieg vorgehen will. Diese summierte Athen bereits vor Jahren auf mindestens 289 Milliarden Euro.
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