Schon 246.737 Personen in Deutschland ohne Bleiberecht

Geduldete Ausländer auf neuem Rekordniveau

Die Anzahl ausreisepflichtiger, aber geduldeter Ausländer in Deutschland erreicht immer neue Rekordwerte. Dazu tragen insbesondere Afghanen und Iraker dabei, von denen ein Drittel keine gültigen Reisedokumente besitzt. 246.737 Personen müssten eigentlich das Land verlassen.

In Deutschland erreichte die Zahl der ausreisepflichtigen, aber geduldeten Ausländer einen neuen Höchststand. Wie eine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten Lars Herrmann an die Bundesregierung ergab, waren von 246.737 Personen, die zum Stichtag 30. Juni ausreisepflichtig waren, 191.117 durch eine Duldung vor Abschiebungen geschützt.

Die Zahl ist damit abermals gestiegen. Dabei sind die Hauptherkunftsländer Afghanistan (17.475), Irak (15.463), Serbien (10.349), Russland (10.270) und Nigeria (9.030). Insbesondere die Zahl der Afghanen und Iraker stieg an. Mit Stichtag 31. März dieses Jahres waren im Ausländerzentralregister noch 241.932 Ausreisepflichtige gemeldet.

Die Bundesregierung begründet die gestiegene Zahl an Duldungen mit dem Fehlen von gültigen Reisedokumenten, was fast ein Drittel der Afghanen und Irakern betrifft. Der Abgeordnete Herrmann beklagte, dass in Deutschland die nachträgliche Legalisierung hunderttausendfacher unerlaubter Migration in vollem Gange sei.

Sven von Storch

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