Ex-Bundespräsident lobt Merkels Flüchtlingspolitik

Für Wulff Flüchtlingszuzug Glücksfall wie die Deutsche Einheit

Ex-Bundespräsident Christian Wulff sieht für Deutschland in dem Flüchtlingszuzug unter Merkel perspektivisch »einen ähnlichen Glücksfall wie die Deutsche Einheit«. Im gleichen Atemzug setzt er sich von seinem Nachfolger Gauck ab, der kürzlich für mehr Toleranz gegenüber rechts warb

Nach Einschätzung des Ex-Bundespräsidenten Christian Wulff wird sich der große Flüchtlingszuzug der letzten Jahre zu einem ähnlichen Glücksfall entwickeln wie die deutsche Einheit. In einigen Jahren werde Deutschland auf den Flüchtlingszuzug als einen großen Moment seiner Geschichte zurückblicken, sagte der frühere CDU-Politiker am Dienstag in Hannover.

Es stünden dem einige Fehleinschätzungen und Probleme, die es bei der Aufnahme der Flüchtlinge ebenso wie bei der Einheit gegeben habe, nicht im Wege, erklärte Wuff bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung aus Anlass seines 60. Geburtstags. »Die Chancen sind groß, dass der Flüchtlingszuzug zu einem Glücksfall der deutschen Geschichte wird.«

Gleichzeitig forderte Wulff in Abgrenzung zu seinem Bundespräsidenten-Nachfolger Joachim Gauck, der vor wenigen Tagen für eine »erweiterte Toleranz in Richtung rechts« warb, eine »klare Abgrenzung von rechten Stimmungsmachern«. »Die demokratischen Parteien müssten viel klarer und selbstbewusster auftreten und sich Apokalyptikern und Fake-News-Produzenten deutlich entgegenstellen«, sagte Wulff.


Sven von Storch

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