Brandenburgs CDU-Spitzenkandidat Ingo Senftleben möchte eine Koalition seiner Partei mit der Linkspartei nach der Landtagswahl am 1. September nicht ausschließen. »Ich strebe keine Koalition mit der Linken an. Ich sehe es aber realistisch: In einer Demokratie muss man ein Stück weit gesprächsbereit bleiben«, sagte er im Interview gegenüber dem »Focus«.
Senftleben erklärte, die Linke sei »in Teilen genauso radikal, wie es die AfD ist«. Zu akzeptieren sei aber, dass die Partei in mehreren Bundesländern Verantwortung übernommen habe; in Brandenburg etwa schon seit zehn Jahren. Die Linke habe »auch nicht alles verkehrt gemacht. Es zählt für mich, was wir in den nächsten fünf Jahren für Brandenburg erreichen wollen.« Im Gegensatz zu den SED-Nachfolgern schloss Senftleben hingegen ein Bündnis mit der AfD aus: »Es gibt keine Koalition mit der AfD. Punkt.«
Im Streit um Wahlkampf-Einsätze und Äußerungen von Ex-Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen verteidigte Senftleben CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. »Ich fand es richtig, dass Annegret Kramp-Karrenbauer eine klare Ansage gemacht hat. Ich habe den Eindruck, dass es Herrn Maaßen mehr um sich selber als um die jeweiligen Bundesländer geht.«
Senftleben will Bündnis mit SED-Nachfolgern nicht ausschließen
Für Brandenburgs CDU-Chef ist Linkspartei Koalitionsoption
Kurz vor der Landtagswahl in Brandenburg betont der dortige CDU-Chef Senftleben, eine Koalition mit der Linkspartei nicht ausschließen zu wollen. Man müsse in einer Demokratie gesprächsbereit bleiben und die Linke habe »nicht alles verkehrt gemacht«. Eine Koalition mit der AfD schließt er hingegen aus.
Ihnen hat der Artikel gefallen?
Bitte unterstützen Sie mit einer Spende unsere unabhängige Berichterstattung.


Add new comment