In Paris sind am Sonntag Zehntausende Franzosen gegen ein neues Gesetz auf die Straße gegangen, das künftig Lesben und alleinstehenden Frauen den Weg zu einer künstlichen Befruchtung freimachen soll. Mindestens 75.000 Demonstranten zogen mit Fahnen unter der Aufschrift »Freiheit, Gleichheit, Vaterschaft« durch die Innenstadt.
Ein Bündnis »La Manif pour tous« aus rund 20 zumeist christlichen und konservativen Verbänden hatte zum Protestmarsch aufgerufen, nachdem die Nationalversammlung Ende September das Gesetz zur künstlichen Befruchtung für alle in erster Lesung mit großer Mehrheit verabschiedete. Es muss nun noch der Senat zustimmen.
Die Neuregelung ist Kernbestandteil eines Bioethik-Gesetzes und gehörte zu den Wahlkampfversprechen von Präsident Emmanuel Macron. Die Gegner des neuen Gesetzes beklagen, es beraube Kinder einer Vaterfigur und bedrohe traditionelle Familienstrukturen. Bisher ist die künstliche Befruchtung nur heterosexuellen Paaren erlaubt, die keine Kinder zeugen können.
Widerstand gegen Kindeszeugung ohne dazugehörige Vaterschaft
Franzosen protestieren gegen Neuregelung zur künstlichen Befruchtung
Nachdem Frankreichs Nationalversammlung ein Gesetz beschlossen hat, künftig Lesben und alleinstehenden Frauen eine künstliche Befruchtung zu erlauben, formiert sich Protest. Am Sonntag demonstrierten in Paris über 75.000 Menschen gegen die Neuregelung.
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