Frankreich wird ab dem kommenden Jahr eine Ökosteuer auf Flugtickets einführen. Die Abgabe soll demnach zwischen 1,50 Euro und 18 Euro pro Ticket betragen, wie Verkehrsministerin Elisabeth Borne in Paris mitteilte. Der Höchstbetrag wird demnach für Businesstarife der Langstrecke fällig.
Betroffen sollen nahezu alle Flüge sein, die in Frankreich starten. Ausnahmen soll es für Umsteigeverbindungen geben, die über Frankreich gehen. Auch Flüge auf die Mittelmeerinsel Korsika und in die französischen Überseegebiete bleiben von der Abgabe ausgenommen, da sie sonst kaum erreichbar seien.
Damit will man einen Ausgleich zur Spritsteuer für Autos schaffen, denn das Flugbenzin Kerosin wird bislang nicht besteuert. Die Regierung erwartet einen Erlös von jährlich rund 180 Millionen Euro, der nach Angaben der Ministerin als Klimaschutzabgabe vor allem der Bahn zugute kommen soll.
Die französische Fluggesellschaft übt Kritik an den Steuerplänen, da diese eine erhebliche Schwächung des Unternehmens im Wettbewerb bedeuten. »Diese Steuer würde zusätzliche Kosten von mehr als 60 Millionen Euro pro Jahr bedeuten für die Air France Gruppe«, teilte die Konzernführung mit.
Auch eine Digitalsteuer für große Unternehmen - wie Google oder Facebook - will Frankreich demnächst als Vorreiter in Europa einführen. Internetnutzer dürften das nicht merken, allerdings die Ökoabgabe auf Flugtickets wird sich bei Reisenden bemerkbar machen.
Klimaschutz soll für noch prallere Steuereinnahmen sorgen
Frankreich erhebt ab 2020 Ökosteuer auf Flugtickets
Unter dem Zeichen des Klimaschutzes will Frankreich die Bürger stärker zur Kasse bitten und führt ab 2020 eine Ökosteuer auf Flugtickets bis zu 18 Euro pro Flug ein. Damit erwartet man zusätzliche Steuereinnahmen von 180 Millionen Euro im Jahr.
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