Die EU-Kommission untersagt die geplante Fusion zwischen der Deutschen Börse in Frankfurt / Main und der London Stock Exchange (LSE). EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager erklärte hierzu, die Konzentration beider Finanzplätze hätte die Konkurrenz deutlich eingeschränkt. Beide Seiten seien auch nicht auf die Wettbewerbsbedenken der Kommission eingegangen.
Man hätte mit der Fusion beider Börsen auf dem Markt für das Clearing festverzinslicher Finanzinstrumente »ein De-Facto-Monopol« geschaffen, warnte Vestager. »Die europäische Wirtschaft benötigt gut funktionierende Finanzmärkte«. Ein entsprechender Zusammenschluss wäre erheblich zu Lasten des Wettbewerbs gegangen.
Schon im Vorfeld gab es Anzeichen eines möglichen Scheiterns der Fusion, nachdem die London Stock Exchange (LSE) sich im Februar weigerte, eine weitere Auflage der EU-Wettbewerbshüter zu erfüllen und ihren Mehrheitsanteil an der italienischen Anleihen-Handelsplattform MTS zu veräußern.
Erschwerend kam das Votum der Briten zum Austritt aus der Europäischen Union hinzu. Seitdem gab es einen recht intensiven Streit um die Frage des rechtlichen Sitzes der Dachgesellschaft. Vor dem Brexit-Referendum verständigte man sich auf London. Unterdessen will die deutsche Seite davon wieder Abstand nehmen.
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EU-Kommission verweigert Börsenhochzeit
Frankfurter und Londoner Börse dürfen nicht fusionieren
Brüssel stoppt die geplante Fusion der Börsen in Frankfurt am Main und London. EU-Kommissarin Vestager sah im Zusammengehen von Deutscher Börse und London Stock Exchange eine stark zu Lasten des Wettbewerbs gehende Position.
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