Deutlicher Anstieg der Zuwanderung aus dem Nahen Osten nach Deutschland für 2017 erwartet

Familiennachzug droht auf bis zu 300.000 Personen zu steigen

Während das Bundesinnenministerium damit beschwichtigt, dass man im laufenden Jahr mit 125.000 Visa für den Familiennachzug anerkannter Flüchtlinge rechne, geht das Auswärtige Amt deutlich darüber hinaus: Dort hält man 2017 sogar bis zu 300.000 Zuzügler für möglich.

Freie Welt

Das Bundesinnenministerium prognostiziert, dass im laufenden Jahr 125.000 Visa für den Familiennachzug anerkannter Flüchtlinge ausgestellt werden. Demnach wurden seitens des Auswärtigen Amts im ersten Halbjahr 2017 rund 62.000 Visa zur Familienzusammenführung erteilt. Davon entfielen etwas über 25.000 auf syrische Staatsangehörige. Zum Vergleich: Im Vorjahresraum wurden 45.000 Visa erstellt, davon 15.500 Syrer.

Wenn sich dieser Trend so fortsetze, werde das Auswärtige Amt im Jahr 2017 etwa 125.000 Visa zum Familiennachzug erteilen, teilte das Bundesinnenministerium mit. Dieses läge etwas über den Zahlen von 2016, wo am Ende rund 104.000 Visa für den Familiennachzug erteilt wurden. Eine verlässliche Aussage, wie viele es 2017 dann wirklich werden, sei aber dem Innenministerium zufolge nicht möglich.

Das Auswärtige Amt geht da deutlich weiter. Der zu erwartende Familiennachzug zu Flüchtlingen könne sogar auf 200.000 bis 300.000 Personen anwachsen. Man berücksichtige für diese Schätzung unter anderem die Zahl der bisherigen Terminanfragen (etwa 100.000) und die Zahl bearbeiteter Fälle. Eine zweite Schätzung mit Blick auf den durchschnittlichen Familiennachzug bei syrischen Flüchtlingen führe zu dieser Größe.

Mehr dazu unter t-online.de und pfaelzischer-merkur.de

Sven von Storch

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