In Berlin demonstrierten am Sonnabend rund 800 Menschen beim zweiten »Frauenmarsch« gegen die wachsende Gewalt gegen Frauen und für die »Wiederherstellung von Schutz und Sicherheit in Deutschland«. Zudem wurde der in Wiesbaden ermordeten 14-jährigen Susanna F. gedacht.
Die einem Aufruf von AfD-Mitglied Leyla Bilge folgende Demonstration begann unter dem Motto »Wir sind kein Freiwild! Nirgendwo!« am Halleschen Tor in Berlin-Kreuzberg nahe der SPD-Bundesgeschäftsstelle und führte durch das Brandenburger Tor zum Kanzleramt. Die Polizei sicherte die Strecke mit 1.400 Beamten.
Unter den Teilnehmern waren auch die früheren DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld und Angelika Barbe. Viele Teilnehmer trugen Deutschland-Fahnen und weiße Kreuze. Höchstens 200 Menschen aus der linken Szene, darunter mehrere Vermummte, beteiligten sich an Gegenprotesten, die aber harmloser ausfielen, als beim ersten Frauenmarsch im Februar.
Allerdings gab es im Vorfeld einen gewaltsamen Angriff der AfD auf einen »Frauenbus«, der sich auf dem Weg von Stuttgart nach Berlin befand. Das Fahrzeug mit Demonstrationsteilnehmern wurde am Startort mit Farbbeuteln und Steinen angegriffen und dabei so stark beschädigt, dass eine Weiterreise unmöglich wurde.
800 protestierten unter dem Motto »Wir sind kein Freiwild! Nirgendwo!«
Erneuter Frauenmarsch für mehr Sicherheit in Deutschland
Nach dem Auftakt im Februar rief Leyla Bilge erneut zu einem »Frauenmarsch« in Berlin auf, um ein Zeichen gegen die hierzulande wachsende Gewalt gegen Frauen zu setzen. Die linke Szene mobilisierte dagegen, blieb aber deutlich weniger.
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