Die Türkei strebt laut ihrem Präsidenten Recep Tayyip Erdogan keinen Beitritt zur Europäischen Union mehr an. »Wir brauchen die EU-Mitgliedschaft nicht mehr«, erklärte Erdogan bei einer Sitzung des Parlaments in Ankara. Gleichzeitig betonte er jedoch, es werde nicht die Türkei sei, die aufgebe. Man werde nicht von türkischer Seite die Gespräche über einen EU-Beitritt abbrechen, sie aber auch nicht mehr forcieren.
Es sei die Staatengemeinschaft, welche die Türkei brauche, ließ Erdogan wissen. Man werde so weiter machen wie bisher. »Wenn die EU nach vorne springen möchte, gibt es nur einen Weg das zu tun, und das ist der Türkei die Mitgliedschaft zu garantieren und damit ein kulturelles und wirtschaftliches Wachstum zu generieren«, meinte Erdogan.
Erdogan verwies darauf, dass die die Türkei stärker zu Russland (Eurasische Wirtschaftsunion) und China (Shanghai Cooperation Organisation, SCO) sowie in Sachen »Neue Seidenstraße Initiative« Verbindungen knüpfen konnte, die eine eine wichtige Rolle spielen, wenn es um die Vernetzung Ostasiens (Zentrum China) mit Zentralasien, Westasien, Europa und Nordafrika gehe.
Der Staatschef beschuldigte die EU-Staaten, Wünsche Ankaras ignoriert zu haben, »den Terrorismus zu bekämpfen«, da man sich weigere, Verdächtige auszuliefern, die in den Putschversuch im Juli 2016 involviert gewesen sein sollen. Unter anderem Deutschland nahm türkische NATO-Offiziere auf, die in der Furcht um die allgemeine Jagd nach möglichen Putschisten um Asyl ansuchten.
Türkei will keinen EU-Beitritt mehr forcieren, aber von sich aus nicht aufkündigen
Erdogan stellt klar_ Wir brauchen die EU nicht mehr
Der türkische Präsident Erdogan erklärte, dass sein Land die EU-Mitgliedschaft nicht mehr brauche und nicht länger forciere, allerdings werde auch die Türkei von eigener Seite nicht die Beitrittsgespräche abbrechen und so weiter machen wie bisher.
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