Monatlich wird eine Zwangsgebühr von 17,50 Euro von jedem bundesdeutschen Haushalt erhoben. Der Rundfunkbeitrag wird unabhängig davon erhoben, ob überhaupt ein Empfangsgerät vorhanden ist, um die öffentlich-rechtlichen Sender von ARD, ZDF und Deutschlandradio zu nutzen. Für viele ist das ein Ärgernis, zumal es auch wenig Transparenz über die Verwendung der jährlich eingenommenen 8 Milliarden Euro gibt.
Für den Deutschlandradio-Intendanten Stefan Raue, der erst im September 2017 von der Chefredaktion des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) an die Spitze der Hörfunkanstalt wechselte, sind diese 8 Milliarden Euro nicht genug. Er plädiert für eine moderate Erhöhung des Rundfunkbeitrags, um steigende Kosten auszugleichen. Raue verweist darauf, dass der Beitrag seit 2009 nicht erhöht worden sei und es 2015 sogar eine Absenkung gab.
»Wenn wir von einer Steigerung von rund zwei Prozent pro Jahr ausgehen, bei Sachkosten, Honoraren und Gehältern, dann kann man sich schnell ausrechnen, wie viel einem weniger zur Verfügung steht, wenn die Kostensteigerung nicht ausgeglichen wird«, erklärt das 58-jährige SPD-Mitglied Raue. Er empfinde ein Einfrieren des bis 2020 auf 17,50 Euro pro Haushalt festgelegten Rundfunkbeitrags als eine Beschränkung der Möglichkeiten.
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Zwangsbeitrag für Öffentlich-Rechtliche soll steigen
Deutschlandradio-Intendant Raue will höhere Beiträge
Jährlich nehmen die öffentlich-rechtlichen Sender über den Rundfunkbeitrag 8 Milliarden ein. Stefan Raue, keine drei Monate im Amt als Intendant des Deutschlandradio, fordert nun eine Erhöhung der monatlichen Zwangsgebühr von 17,50 Euro pro Haushalt.
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