Weitere 104 Migranten vom Mittelmeer-Flüchtlingsschiff »Eleonore« umverteilt

Deutschland nimmt wieder Großteil an Bootsflüchtlingen auf

Trotz eines ursprünglichen Verbots steuerte das mit 104 afrikanischen Migranten besetzte Schiff »Eleonore« auf Sizilien zu. Möglich wurde ein Anlegen, weil sich Deutschland neben vier anderen EU-Staaten wieder einmal schnell zur Aufnahme bereit erklärte.

Deutschland wird auch diesmal wieder neben den anderen EU-Ländern Frankreich, Irland, Portugal und Luxemburg einen Großteil der 104 illegalen Migranten vom Flüchtlingsschiff »Eleonore« aufnehmen. Diese sollen wie die EU-Kommission mitteilte, von Italien aus auf die entsprechenden Staaten verteilt werden.

Der deutsche Kapitän steuerte die »Eleonore« am Montag trotz eines ursprünglichen Verbots der italienischen Behörden in den Hafen von Pozzallo auf Sizilien. Dabei hatte er wegen verschlechterter Wetterbedingungen mit Sturm und Regen den Notstand ausgerufen. Im Ergebnis erlaubte die italienische Finanzpolizei die Einfahrt.

Das Schiff wurde dabei von den italienischen Behörden beschlagnahmt, während die von vor libyschen Küsten aufgenommenen Migranten an Land durften. Der Kapitän bat zugleich auf Twitter um Spenden an die deutsche Flüchtlingsorganisation »Mission Lifeline«, um sich ein neues Schiff zu kaufen.

Seit Monaten weigern sich die europäischen Mittelmeerstaaten Italien, Malta und Spanien so lange Schiffe  mit illegalen Migranten in ihre Häfen einlaufen zu lassen, bis sich genügend EU-Staaten bereit erklärt haben, die an Bord befindlichen Afrikaner aufzunehmen. Immer wieder vorne dabei ist Deutschland bei der Aufnahme.

Sven von Storch

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