Keine Staatsbürgerschaft für Migranten mit Leistungsbezug

Dänemark verschärft Einbürgerungsrecht

Die dänische Regierung plant Verschärfungen beim Einbürgerungsrecht. Wer staatliche Leistungen bezieht, soll künftig nicht mehr die Staatsbürgerschaft erwerben können. Wer Däne werden will, muss sich künftig dauerhaft selber versorgen können.

Dänemark beabsichtigt sein Einbürgerungsrecht grundlegend zu verschärfen. Nach einer von der Regierung geplanten Neuregelung soll es künftig Arbeitslosengeldempfängern nicht mehr möglich sein, die dänische Staatsbürgerschaft zu bekommen.

Ebenso können Ausländer, die in den vergangenen fünf Jahren mehr als vier Monate von staatlichen Geldern gelebt haben, demnach keinen Antrag auf Einbürgerung mehr stellen. Die Grenze lag bisher bei einem halben Jahr.

Die einbürgerungspolitische Sprecherin der mitregierenden Liberalen Allianz, Laura Lindahl, sagte zur Maßnahme: »Es ist entscheidend, dass die Bürger, denen wir die Staatsbürgerschaft erteilen, sich selbst versorgen können.«

Unterstützung für das Vorhaben kommt auch von den oppositionellen Sozialdemokraten. »Wir unterstützen es, dass man als Baustein für die Staatsbürgerschaft selbstversorgend sein soll«, sagte die einbürgerungspolitische Sprecherin der Partei, Astrid Krag.


Sven von Storch

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