Dänemark verbietet ab dem 1. August 2018 die Vollverschleierung in der Öffentlichkeit. Eine klare Mehrheit im dänischen Parlament stimmte am Donnerstag für ein Verbot bestimmter Arten der Gesichtsbedeckung, wie etwa der islamischen Burka und des Nikab. 75 Parlamentarier stimmten für den Gesetzentwurf, lediglich 30 dagegen.
Verstöße gegen das Gesetz sollen beim ersten Mal mit einer Geldbuße in Höhe von 1.000 Kronen (rund 134 Euro) und im Wiederholungsfall mit einer Strafe in Höhe von bis zu 10.000 Kronen (umgerechnet rund 1.343 Euro) geahndet werden. Niemand werde dabei polizeilich gezwungen, die Burka auf der Straße abzunehmen, sondern lediglich nach Zahlung der Strafe aufgefordert, nach Hause zu gehen, erklärte Justizminister Søren Pape Poulsen.
Frankreich hatte 2011 als erstes Land in Europa den Ganzkörperschleier Burka sowie den Nikab, der das Gesicht bis auf die Augen vollständig bedeckt, verboten. Andere Staaten wie Belgien und Österreich folgten. Nun folgt Dänemark, wo seit 2015 eine Minderheitsregierung der konservativ-liberalen Venstre regiert, die von der nationalkonservativen Dansk Folkeparti gestützt wird.
Parlament in Kopenhagen beschließt Aus für Burka und Nikab
Dänemark verbietet die Vollverschleierung
Dänemark folgt weiteren EU-Staaten, die das Verhüllen des Gesichts in der Öffentlichkeit durch die islamische Burka oder den Nikab verbieten. Ein entsprechendes Gesetz wurde mit großer Mehrheit beschlossen. In Deutschland wartet man darauf immer noch.
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