Die CSU hat zwei Monate vor der Landtagswahl in Bayern einen weiteren Vertrauensverlust zu verkraften. Damit ist Ministerpräsident Markus Söder von einer Verteidigung der absoluten Mehrheit weiter denn je entfernt. Die Christsozialen kommen aktuell nur noch auf 37 Prozent, was ein Minus von 10,7 Prozentpunkten gegenüber der Landtagswahl 2013 bedeutet. Gegenüber der Forsa-Umfrage aus dem Juli geht es noch mal einen Prozentpunkt abwärts.
Hingegen verbessern sich die Grünen in der Umfrage um zwei Punkte auf einen neuen Höchstwert von 17 Prozent und sind mit Abstand zweitstärkste Kraft. Dahinter folgt die AfD mit 13 Prozent. Die SPD liegt unverändert bei 12 Prozent und würde damit nach einem Verlust von 8,6 Prozentpunkten vom zweiten auf den vierten Rang abstürzen. Die in Bayern traditionell starken Freien Wähler verharren bei 8 Prozent, während die FDP einen Punkt verliert und beim Stand von 5 Prozent um den Einzug in den Landtag bangen muss.
Mit den Werten wäre keine Koalition von CSU und den Freien Wählern und auch keine von CSU und SPD möglich. Die CSU müsste auf Grüne oder AfD zugehen oder sich in ein Dreier-Bündnis begeben. Theoretisch wäre hier eine Koalition aus CSU, Freie Wähler und FDP denkbar, ist aber auch davon abhängig, ob die FDP in zwei Monaten die Fünf-Prozent-Hürde überspringt. Der neue bayerische Landtag wird am 14. Oktober gewählt.
Söder droht zwei Monate vor der Landtagswahl immer mehr Verlust der absoluten Mehrheit
CSU stürzt in Bayern weiter auf 37 Prozent ab, SPD nur Vierter
Der Verlust der absoluten Mehrheit rückt für Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und seiner CSU immer näher. In einer Umfrage zwei Monate vor der Landtagswahl rutschen die Christsozialen weiter auf 37 Prozent ab. Der CSU droht ein Debakel.
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