Keine sieben Wochen vor der Landtagswahl in Bayern verliert die CSU einer neuen Umfrage zufolge weiter deutlich an Zustimmung. Bei der für die »Bild«-Zeitung durchgeführten Befragung des Meinungsforschungsinstituts INSA kommt die Partei von Ministerpräsident Markus Söder auf nur noch 36 Prozent.
Beim letzten INSA-Trend Ende Juni waren es noch 41 Prozent für die CSU, also ganze fünf Prozentpunkte mehr. Auch das war schon ein deutlicher Verlust, denn bei der Landtagswahl im September 2013 gewannen die Christsozialen noch mit 47,7 Prozent die absolute Mehrheit an Parlamentssitzen.
INSA sieht die Grünen mit zwei Punkten Zugewinn bei 15 Prozent auf Platz zwei, knapp vor der AfD, die unverändert 14 Prozent erreicht. Die SPD verharrte auf dem vierten Rang mit 13 Prozent. Bei der Landtagswahl 2013 waren die Sozialdemokraten noch mit 20,6 Prozent zweitstärkste Kraft.
Die Freien Wähler konnten wieder um zwei Punkte zulegen und erreichen nun 8 Prozent. Die FDP gewinnt einen Punkt hinzu auf 6 Prozent. Die Linken bleiben hingegen unverändert bei 3 Prozent und werden mit großer Wahrscheinlichkeit weiter nicht dem bayerischen Landtag angehören.
Mit den Werten kann die CSU künftig nicht mehr alleine regieren. Sie braucht nach der Wahl am 14. Oktober mindestens einen Koalitionspartner. Mehrheiten im Landtag gäbe es mit der SPD, den Grünen oder auch der AfD. Ebenfalls denkbar wäre auch eine Dreier-Koalition aus CSU, FDP und Freien Wählern. Es würde es sich aber bei allen Konstellationen um vergleichsweise dünne Mehrheiten handeln.
Für Söder wird das Regieren künftig schwerer
CSU stürzt in Bayern weiter auf 36 Prozent ab
Die CSU stürzt bei INSA gegenüber der letzten Umfrage um fünf Punkte ab und kommt wenige Wochen vor der Landtagswahl in Bayern auf nur noch 36 Prozent. Nach Jahren Alleinregierung werden sich die Christsozialen einen Koalitionspartner suchen müssen.
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