Studie zeigt Folgewirkung grüner Politik für den eigenen Geldbeutel

CO2-Preis lässt Heizkosten deutlich klettern

Die Bund-Länder-Einigung zu einem ab 2021 geltenden CO2-Preis wird die Lebenskosten der Deutschen spürbar ansteigen lassen. Für eine Durchschnittswohnung wird laut einer Studie der TU Dortmund allein das Heizen um bis zu 134 Euro jährlich teurer.

Die Technische Universität Dortmund und der Energiedienstleister Ista analysierten nach der  jüngsten Einigung von Bund und Ländern auf einen höheren CO2-Preis die Heizverbrauchsdaten von bundesweit knapp 65.000 Mehrfamilienhäusern, um zu sehen, was das für die Heizkosten bedeutet. Demnach wird eine Durchschnittswohnung künftig um bis zu 134 Euro im Jahr teurer.

Dabei würde eine Ölheizung zu deutlich höheren Zusatzkosten führen als eine Gasheizung, die weniger Kohlendioxid ausstößt. Für Verbraucher mit wenig finanziellen Spielraum, dürften die Mehrbelastungen in den kommenden Jahren schmerzhaft spürbar werden, insbesondere wenn sich die Mehrbelastungen dann hinsichtlich dem Jahr 2025 mehr als verdoppeln.

Die Grundsatzeinigung von Bund und Ländern sieht vor, dass zum 1. Januar 2021 ein CO2-Preis im Verkehr und bei Gebäuden mit 25 Euro pro Tonne startet (anstatt erst geplante 10 Euro). Der Preis soll schrittweise bis 2025 auf 55 Euro erhöht werden. Darüber sollen die Bürger gezwungen werden, den Verbrauch zu drosseln oder sich klimafreundliche Technologien anzuschaffen.

Auch für danach gibt es keine Entspannung, sondern sind weitere Erhöhungen zu erwarten. So heißt es in dem von Bund und Länder ausgehandelten Papier: »Für das Jahr 2026 wird ein Preiskorridor mit einem Mindestpreis von 55 Euro pro Emissionszertifikat und einem Höchstpreis von 65 Euro pro Emissionszertifikat festgelegt«.

Doch nicht nur die Heizkosten steigen, bei dem was uns die große Koalition aus Union und SPD auf Druck der Grünen zumuten will. Wer über ein mit Benzin oder Diesel betriebenes Kraftfahrzeug verfügt, muss schon mit der ersten Stufe des Klimapakets ab 2021 um 7 bis 8 Cent pro Liter mehr bezahlen. Dieser Anteil wird sich dann bis 2025 mehr als verdoppeln.

Auch ein Umbau der Kfz-Steuer kommt. Hier will die die Bundesregierung die KfZ-Steuer stärker an den CO2-Emissionen ausrichten und dazu noch ein Gesetz vorlegen. Die aktuelle CO2-Bepreisung ist ansonsten nichts neues. Es ist alter Wein in neuen Schläuchen, der dank der Grünen uns serviert wird, um Steuererhöhungen für deren Klientelpolitik zu rechtfertigen.

Vor 20 Jahren führte eine rot-grüne Bundesregierung bereits die Ökosteuer ein, die nicht nur die Spritpreise deutlich steigen ließ, sondern für die Kfz-Steuer neben dem Hubraum den CO2-Ausstoß des Autos zur Berechnungsgrundlage machte. Die Bürger greifen seitdem tiefer in ihre Taschen und bescheren dem Staat Mehreinnahmen. Den CO2-Ausstoß Deutschlands hat es nicht verändert.


Sven von Storch

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