Die CDU will jetzt doch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) als Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten mittragen und damit einen entsprechenden Vorschlag des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel mittragen, wie eine Telefonschale von Merkel mit dem CDU-Präsidium erfuhr.
Vorausgegangen waren mehrere erfolglose Gespräche der Vorsitzenden der drei Koalitionsparteien einen gemeinsamen Kandidaten zu finden. Ein letztes am Sonntag, welches auch noch ohne Ergebnis verlief. Merkel und Seehofer informierten Montagmorgen die Spitzen ihrer Parteien über den Stand der Dinge.
Lange drängte die CSU Merkel zu einem eigenen Unionskandidaten, da CDU und CSU in der Bundesversammlung, die den neuen Bundespräsidenten am 12. Februar wählt, die größte Gruppe stellen. Jetzt gab man offensichtlich den Widerstand auf.
Die SPD erklärte sich zufrieden, dass die Union die Kandidatur Steinmeiers unterstützt. SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sagte: »Steinmeier wird ein hervorragender Bundespräsident werden. Er steht für Verantwortung, Verlässlichkeit und Zusammenhalt.«
SPD-Vize Ralf Stegner erklärte, nun zeige sich, was die SPD seit Monaten erwartet habe: »Merkel meidet das Risiko.«
Steinmeier geriet zuletzt in die Kritik, da er sich weigerte, wie als Außenminister üblich dem neugewählten US-Präsidenten Donald Trump zu gratulieren. Zugleich bezeichnete er Trump als »Hassprediger«.
Merkel schwenkt doch auf Sozialdemokraten ein
CDU will Steinmeier als Bundespräsidenten wählen
Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) soll gemeinsamer Kandidat von Union und SPD für das Amt des Bundespräsidenten werden. Darauf schwor am Montagmorgen Angela Merkel das CDU-Präsidium ein.
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