Die Bundesregierung will nach einer Entscheidung der zuständigen Ministerien dem Ferienflieger Condor nach der Insolvenz der Muttergesellschaft Thomas Cook mit einem sechsmonatigen Überbrückungskredit in Höhe von 380 Millionen Euro aushelfen. Das Bundesland Hessen soll dabei für die Hälfte des geplanten Hilfskredits bürgen.
Flughäfen und Gewerkschaften hatten die Bitte Condors um Staatshilfe unterstützt, da das Unternehmen ein wichtiger Partner für deutsche Reiseveranstalter ist und ein Ausscheiden aus dem Markt angesichts der bevorstehenden Herbstferien für die Tourismusbranche ein große Probleme bereitet.
Auch die Thomas Cook GmbH in Oberursel stellte ebenso einen Antrag auf einen Überbrückungskredit beim Bund gestellt. Beide Unternehmen sind nicht insolvent, im Gegensatz zur englischen Muttergesellschaft. Es werden derzeit Gespräche mit möglichen Kapitalgebern und Gremien auf Regierungsebene in Berlin und Wiesbaden geführt.
In den Tourismusregionen, in denen Thomas Cook stark vertreten ist, sorgen sich vor allem Hotels und kleinere Unternehmen um die Zukunft, dass sie auf unbezahlte Rechnungen sitzenbleiben könnten. Der Verkauf von neuen Reisen bleibt vorerst weiter gestoppt. Nach Hause fliegen könnten Pauschalreisegäste aktuell in der Regel wie geplant fliegen.
Um sich von möglichen Forderungen der insolventen Konzernmutter zu befreien und sich aus dem Konzernverbund zu lösen, beabsichtigt darüber hinaus die Condor Flugdienst GmbH einen Antrag auf Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens zu stellen, was eine Besonderheit des deutschen Insolvenzrechts ist.
Überbrückungskredit nach Thomas Cook-Pleite für Ferienflieger
Bundesregierung stellt 380 Millionen Euro für Condor bereit
Nach der Insolvenz des Reiseveranstalters Thomas Cook ist auch die Fluggesellschaft Condor bedroht. Jetzt will die Bundesregierung mit Unterstützung der hessischen Landesregierung dem Ferienflieger einen Überbrückungskredit von 380 Millionen Euro gewähren.
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