Bundesbank-Präsident Jens Weidmann tritt dafür ein, Kryptowährungen wie den Bitcoin stärker zu regulieren. »Angesichts der Tatsache, dass solche Geschäfte global angeboten werden, ist klar, dass eine nationale oder europäische Regulierung nur begrenzt wirksam sein kann«, erklärte Weidmann bei einem Symposiums der Notenbank in Frankfurt.
Es sei wichtig, bestehende Geldwäschevorschriften durchzusetzen und zu verhindern, dass Bitcoin und Co., die auf Plattformen im Internet gehandelt werden, als Mittel der Terrorismusfinanzierung eingesetzt würden. Auch potenzielle Finanzstabilitätsrisiken durch die Anwendung von Krypto-Token könnten Anlass zu regulatorischen Eingriffen bieten.
Er halte die Risiken aber noch für begrenzt, sagte Weidmann. Eine Alternative zu Zentralbankgeld seien Bitcoin in keinem Fall. »Bitcoin ist aus ökonomischer und ökologischer Sicht ineffizient«, stellte der oberste Währungshüter fest. »Mögliche Wertverluste alleine rechtfertigen aber kein Verbot. Im Interesse eines besseren Verbraucherschutzes sind jedoch umfangreichere Informationen für Anleger wichtig.«
Als Zahlungsmittel fänden Bitcoin und Co. bislang kaum Verwendung, sagte Weidmann. Das Bezahlen sei umständlich, Transaktionen dauerten mehrere Minuten. »Das mag für einen Autokauf noch akzeptabel sein, zum Bezahlen an der Ladenkasse eignen sich Bitcoins damit aber nicht.« Zudem monierte Weidmann den hohen Stromverbrauch von Bitcoin-Transaktionen.
Der 49-jährige spricht sich daher gegen die Einführung von digitalem Zentralbank-Geld aus. »Die Auswirkungen eines solchen Schritts für den Finanzsektor und damit für die Geldpolitik können nämlich sehr weitreichend sein«, betonte Weidmann. Es hätte einen gravierenden Haken, da es in direkte Konkurrenz zu Bankeinlagen treten könne - »und das viel leichter als Bargeld«. Damit würden im Kreditgeschäft der Banken die Margen weiter sinken.
Kritik an Kryptowährungen
Bundesbank-Chef Weidmann will globale Kontrolle für Bitcoin
Ein Verbot sei nicht zu rechtfertigen, aber Bundesbank-Präsident Weidmann will eine globale Regulierung für Krypowährungen wie den Bitcoin erreichen. Dabei argumentiert er vor allem mit Finanzstabilitätsrisiken durch geringere Margen für Banken.
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