»Landtagswahlen im Osten werden Zerfall der GroKo beschleunigen«

Brandenburgs CDU-Chef Senftleben erwartet nahes Ende der GroKo

Am 1. September wählen Brandenburg und Sachsen einen neuen Landtag. Brandenburgs CDU-Spitzenkandidat Sentleben erwartet, dass die Ergebnisse den Zerfall der großen Koalition in Berlin einleiten. Für seine Wahl zum Ministerpräsidenten hält er ein Bündnis mit der Linkspartei für möglich.

Brandenburgs CDU-Spitzenkandidat und Parteichef Ingo Senftleben glaubt, dass die große Koalition die anstehenden Landtagswahlen im Osten nicht allzu lange überstehen wird.  Die Wahlen werden den Zerfall der GroKo beschleunigen.

Als Grund nennt er dabei die Situation der SPD: »An der Parteispitze gibt es einen freien Platz, und es wird sich nicht darum gedrängelt, ihn zu besetzen.« Mit schlechten Ergebnissen in Brandenburg und Sachsen würden bei den Sozialdemokraten weitere Diskussionen ausbrechen.

Senftleben kritisiert darüber hinaus die Bundespolitik der großen Koalition. Es stimme, »dass es derzeit keinen Rückenwind aus Berlin gibt. Ich wäre ja schon über Windstille froh«. Die Menschen würden in ihrer Kritik kaum zwischen Land und Bund unterscheiden.

Der 44-jährige strebt in Brandenburg eine CDU-geführte Regierung an - auch ein Bündnis mit der Linkspartei will er dabei nicht ausschließen. «Die CDU muss bereit sein, über ihren Schatten zu springen«, sagte er. »Es ist besser, aufeinander zuzugehen als Feindbilder aufrechtzuerhalten.« Eine Regierung mit der AfD hält er hingegen für nicht möglich.

Sven von Storch

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