Am Montag kam in Berlin der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn zu einer Sondersitzung zusammengekommen, um eigentlich den Vertrag des Vorstandsvorsitzenden um weitere Jahre zu verlängern, doch stattdessen erklärte Rüdiger Grube heute überraschend mit sofortiger Wirkung seinen Rücktritt.
Grube sei darüber verärgert, dass der Aufsichtsrat sich nicht an Absprachen gehalten habe, heißt es. Der 65-jährige soll bei einer Verlängerung seines Vertrages eine Gehaltserhöhung gewünscht haben. Zudem wurde ihm eine zwei- statt wie besprochen dreijährige Laufzeit angeboten.
Der Aufsichtsrat entsprach nach dem Rückzug einstimmig Grubes Bitte, »seinen laufenden Vertrag durch eine Auflösungsvereinbarung zu beenden«. Übergangsweise übernimmt Finanzvorstand Richard Lutz die Konzernführung.
Das Kontrollgremium will jetzt zeitnah über eine Nachfolge entscheiden. Hier kursiert bereits der Name des früheren CDU-Politikers Ronald Pofalla. Der 57-jährige Ex-Kanzleramtschef war Ende des Jahres zum neuen Infrastrukturvorstand aufgestiegen.
Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch schrieb zu den Nachfolge-Spekulationen rund um den Bahn-Chefposten auf Twitter: »Jetzt nicht #Pofalla, wenn die #GroKo Anstand hat«.
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Folgt jetzt auf Grube Merkel-Intimus Ronald Pofalla?
Bahn-Chef Rüdiger Grube wirft hin
Fast acht Jahren lang war Rüdiger Grube Vorstandschef der Deutschen Bahn. Heute trat er mit sofortiger Wirkung zurück, nachdem sein Vertrag nicht so üppig ausfiel wie besprochen. Ex-Kanzleramtschef Pofalla könnte sein Nachfolger werden.
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