Im Rahmen einer Großrazzia kam es am Dienstag in mehreren Bundesländern zu Festnahmen von sechs mutmaßliche Mitglieder der Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS), die unter dringendem Verdacht stehen, »einen Anschlag mit Waffen oder Sprengstoff auf ein öffentliches Ziel in Deutschland vorbereitet zu haben«. Die Anschlagsplanung soll aber noch nicht abgeschlossen gewesen sein.
Die Terrorplanung der aus Syrien stammenden Männer im Alter von 20 bis 28 Jahren richtete sich offenbar gegen den Essener Weihnachtsmarkt. Laut Staatsanwaltschaft gingen rund 500 Polizeibeamte in vier Bundesländern gegen die Verdächtigen vor und durchsuchten dabei in Kassel, Hannover, Essen und Leipzig insgesamt acht Wohnungen. Es wurden Mobiltelefone, Laptops und Unterlagen beschlagnahmt.
Die tatverdächtigen Männer seien im Herbst 2015 unter falscher Identität als syrische Bürgerkriegsflüchtlinge nach Deutschland eingereist. Der entscheidende Hinweis soll von Flüchtlingen selber gekommen sein, die bei der Polizei meldeten, dass die Männer bereits in Syrien als IS-Kämpfer aktiv gewesen seien. Damit wurde deren Beobachtung eingeleitet. Die Festgenommenen spähten bereits gezielt mögliche Anschlagsziele aus.
Syrer als mutmaßliche IS-Terroristen festgenommen
Anschlagspläne auf Weihnachtsmarkt in Essen gestoppt
Der Polizei gelang es sechs im Herbst 2015 als angebliche Bürgerkriegsflüchtlinge eingereiste Syrer festzunehmen. Die jungen Männer sollen als Mitglieder der IS-Terrormiliz einen Terroranschlag auf den Essener Weihnachtsmarkt geplant haben.
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