Auf eine Anfrage im Deutschen Bundestag hin, gab die Bundesregierung jetzt bekannt, was die Versorgung eines syrischen Asylbewerbers im Schnitt die deutschen Steuerzahler koste. Die Ausgaben werden danach für jede Person auf 11.800 Euro pro Jahr beziffert.
Erfasst darunter werden Aufwendungen für Unterkunft, Asylbewerberleistungen, die Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen sowie Kinderbetreuung, Schule, Sprachkurse und die Herrichtung von Unterkünften.
Unberücksichtigt bleiben dabei die Kosten für Weiterbildungskurse und andere Initiativen zur wirtschaftlichen Integration der Asylbewerber sowie die Aufwendungen für die Abschiebung abgelehnter Asylbewerber.
Unterdessen beklagt der Deutsche Städtetag ungedeckte Kosten für die Versorgung Asylsuchender von geschätzt 2,3 Milliarden Euro.
Vizepräsident Ulrich Maly (SPD) hat dabei auf die Situation in Bayern verwiesen, welches nach dem Königsteiner Schlüssel 15,5 Prozent aller Flüchtlinge aufzunehmen habe und so auch entsprechende Kosten schultern solle. Dort würden schätzungsweise 350 Millionen Euro fehlen.
Wenn man die Summe auf die anderen Bundesländer übertrage, liege die fehlende Differenz bei einem Betrag von 2,3 Milliarden Euro, sagte Maly, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass es sich lediglich um eine Schätzung handele und eine Prognose der tatsächlich anfallenden Kosten kaum möglich sei.
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Kosten von jährlich mindestens 11.800 Euro pro Asylbewerber
2,3 Milliarden Euro Asylkosten noch ungedeckt
Die Bundesregierung benennt die Kosten zur Versorgung eines syrischen Asylbewerbers mit 11.800 Euro - ohne weitere Ausgaben für die Integration. Der Deutsche Städtetag sieht hier bereits 2,3 Milliarden Euro Ausgaben als vom Haushalt nicht gedeckt an.
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