Die Bundespolizei deckte in Hannover ein auf das Einschleusen von Iranern spezialisiertes Netzwerk auf und verhaftete dabei zwei 37 und 54 Jahre alte Männer. Diese haben als Schleuser Iraner gezielt für ihr Anhörungsgespräch als Asylbewerber trainiert und sie auf die Schilderung falscher Fluchtgeschichten. Dafür verlangten sie vier- bis fünfstellige Beträge.
Im Rahmen einer bundesweiten Razzia wurden im Vorfeld 22 Durchsuchungen in mehreren Bundesländern durchgeführt. Dabei wurde den Beschuldigten die Einschleusung von zehn Iranern vorgeworfen. Diese Zahl könne sich noch im Laufe der Ermittlungen erheblich erhöhen, teilte der zuständige Staatsanwalt mit.
Man habe für die Vorbereitung auf die Anhörungsgespräche im Zuge des Asylverfahrens beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine sofortige Barzahlung verlangt und diese gezielt zur Schilderung legendierter Flucht- und Verfolgungsgeschichten angeleitet.
Die sich illegal in der Bundesrepublik aufhältigen Personen wurden ferner intensiv geschult, sich gegenüber dem BAMF - entgegen ihrer tatsächlichen Glaubensrichtung - als konvertierte Christen auszugeben und dass ihnen bei einer Abschiebung in den Heimatstaat Verfolgung drohen würde. Zu diesem Zweck ließen sich diese Personen u.a. den Besuch deutscher Gottesdienste bestätigen und lernten biblische Gleichnisse auswendig.
Es wird jetzt von der Staatsanwaltschaft wegen des gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens von Ausländern sowie die gewerbsmäßige Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung ermittelt.
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Für tausende Euro falsche Fluchtgeschichte für Asylverfahren trainiert
Schleuserbande schulte Asylbewerber
In Hannover wurde ein Schleuser-Netzwerk festgenommen, die Asylbewerber in der Schilderung falscher Fluchtgeschichten schulten - sowie darin, sich als konvertierte Christen auszugeben. Dafür kassierten sie in bar vier- bis fünfstellige Beträge.
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