Ein polizeilich aktenkundiger Mann eröffnete am Dienstagabend auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt das Feuer und tötete dabei mindestens drei Menschen. Elf weitere wurden bei dem Schusswaffenvorfall verletzt, ein Teil schwebt noch in Lebensgefahr. Der Täter sei flüchtig und die Polizei habe die Verfolgung aufgenommen.
Bei dem 29-jährigen Angreifer handelt es sich nach Informationen der französischen Nachrichtenagentur afp um eine in Elsass geborene Person, die als islamistisch radikalisiert gilt. Er sei auf der Sicherheitsakte »Fiche S« geführt worden, einer Liste von potentiellen Gefährdern. Bei einer Wohnungsdurchsuchung wurden Granaten gefunden.
Nach Informationen der Zeitung »Dernières Nouvelles d'Alsace« (DNA) stammt der Mann aus Hohberg bei Straßburg, wurde 2011 zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt, unter anderem weil er einen Jugendlichen mit einer zerstörten Glasflasche angegriffen habe.
Das französische Innenministerium sprach von einem »ernsthaften Sicherheitsvorfall« und forderte die Bewohner auf, zu Hause zu bleiben. Dazu riet auch die Stadtverwaltung.
Nach den Schüssen auf dem Weihnachtsmarkt riegelte die Polizei auch das Gebäude des Europäischen Parlaments in Straßburg ab, wo in dieser Woche Plenarsitzungen stattfinden. Wegen der polizeilichen Absperrung konnten Parlamentarier, Mitarbeiter und Journalisten das Gebäude am Abend zunächst nicht verlassen.
Der Straßburger Weihnachtsmarkt gilt als einer der ältesten und größten in Europa und zieht alljährlich viele Besucher in die elsässische Stadt. Frankreich wird seit Jahren von einer islamistischen Terrorserie erschüttert. Dabei wurden bislang fast 250 Menschen aus dem Leben gerissen.
Mindestens drei Tote bei Schießerei auf Weihnachtsmarkt
Polizeibekannter Gefährder verübt in Straßburg Terroranschlag
Ein als Gefährder eingestufter 29-jähriger schoss auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt um sich und tötete mindestens drei Menschen. Weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Frankreich hat nun fast 250 Tote durch eine islamistische Terrorserie zu beklagen.
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