In Gelsenkirchen löste am Sonnabend eine Gruppe von 20 bis 30 überwiegend jugendlicher Migranten auf dem Hauptbahnhof einen Großeinsatz der Polizei aus. Dabei wurden unter anderem Passanten angepöbelt, Feuerlöscher versprüht und Bahnmitarbeiter mit Schottersteinen beworfen
Aufgrund der Sprache der Heranwachsenden kann nach Zeugenaussagen darauf geschlossen werden, dass es sich vor allem um türkisch- und syrischstämmige Personen handelte. Die Polizei spricht ebenso von »Jugendlichen, überwiegend mit Migrationshintergrund«.
Als die von Beamten der Bundespolizei unterstützten Einsatzkräfte anrückten, flüchteten die Personen. Drei von ihnen wurden noch im Hauptbahnhof festgenommen, ein weiterer Tatverdächtiger konnte in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs gefasst werden.
Letzterer, der bereits mit Haftbefehl gesucht war, widersetzte sich dermaßen gegen seine Festnahme, dass er mit dem Polizeibeamten gegen die Glasscheibe einer Pizzeria prallte, diese zerbrach und beide ins Lokal fielen. Der 29-jährige Polizist wurde durch die Schnittwunden der Scherben schwer verletzt und musste in ein Krankenhaus eingeliefert werden.
Alle Festgenommenen haben nach Angaben der Polizei Gelsenkirchen einen deutschen Pass. In letzterer Zeit häufen sich derartige Vorfälle im Gelsenkirchener Hauptbahnhof. Daher wurde vor zwei Wochen bereits eine schnelle Eingreiftruppe der Bundespolizei eingerichtet, die dort eine stärkere Präsenz zeigt.
Ein Sprecher der Bundespolizei erklärte, dass diese Schwierigkeiten im Bahnhofsbereich mit Jugendlichen seit drei Jahren bestehen. »Sobald eine Person aus diesem Umfeld kontrolliert oder festgenommen wird, organisieren sie sich über ihre Smartphones. In kürzester Zeit stehen wir einer größeren Gruppe gegenüber, die unsere Einsätze behindert.«
Im Dezember vergangenen Jahres prügelten sich dort zehn Männer mit Migrationshintergrund. Der anschließende Polizeieinsatz wurde durch etwa 100 Schaulustigen erschwert, so, dass Pfefferspray eingesetzt werden musste, um die Ansammlung aufzulösen.


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