Polizei stoppt Auseinandersetzung mit Macheten und Eisenstangen

Migranten liefern sich Straßenschlacht in Duisburg-Hamborn

In dem zu knapp 60 Prozent von Migranten bewohnten Duisburger Stadtteil Hamborn gingen am Dienstagabend rivalisierende Gruppen von Kurden, Libanesen und Türken aufeinander los. Die Polizei nahm 50 Personen vorläufig fest. Ein Polizist wurde dabei verletzt.

Am Dienstagabend kam es am Hamborner Altmarkt in Duisburg zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Personengruppen von etwa 20 bis 30 Personen. Die Seiten waren mit Macheten, Eisenstangen, Teleskopschlagstöcken und einem Staubsaugerrohr bewaffnet.

Auch gegenüber den eingesetzten Polizisten verhielt man sich von Seiten der insgesamt 80 Beteiligten sehr aggressiv, beleidigte die Beamten oder bewarf sie mit Gegenständen. Ein Polizist wurde leicht verletzt. Es handelte sich nach Polizeiangaben um insgesamt »drei rivalisierende Gruppen«.

»Möglicherweise geht es um einen Konflikt zwischen Türken, Libanesen und Kurden«, sagte die Polizeibehörde. Mit hinzugezogenen Verstärkungskräften trennten die Sicherheitskräfte die Gruppen, verhinderte eine größere Massenschlägerei und nahm 50 Personen vorläufig fest.

Nach Personalienfeststellung und erkennungsdienstlicher Behandlung verblieben 20 im Polizeigewahrsam, um weitere Straftaten zu verhindern. Ein Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch wurde eingeleitet. Einen näheren Grund für die Auseinandersetzung wollte der Polizei gegenüber keiner der Beteiligten äußern.

Die festgenommenen Personen wurden nach den erkennungsdienstlichen Maßnahmen wieder frei gelassen. Da keine politische Parolen gerufen wurden und es auch keine rockerähnlichen Bekleidungen gab, geht die Polizei von Streitereien im kriminiellen Milieu aus.

»Schon in der Nacht zuvor und in der vergangenen Woche seien mehrere Personen in der Gegend aufeinander getroffen, allerdings nicht so massiv wie am Dienstagabend«, sagte der Polizeisprecher. Ein personeller Zusammenhang werde derzeit geprüft. Der Duisburger Stadtteil Hamborn hat einen Migrantenanteil von knapp 60 Prozent, darunter überwiegend welche muslimischen Glaubens.

Der Duisburger Oberbürgermeister Sören Link (SPD) äußerte zu den Vorgängen: »Unsere gemeinsame Position ist eindeutig: Ein Rechtsstaat kann nicht akzeptieren, dass Einzelne oder Gruppen meinen, sich außerhalb unseres Wertesystems bewegen zu können«.

Und weiter: »Massenaufläufe, die in Gewalt ausarten, sind mit unserem Demokratieverständnis unvereinbar. Humanität, Toleranz, Respekt und der demokratische Umgang miteinander sind die Grundwerte, an denen sich unser Zusammenleben orientiert«.

Sven von Storch

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