In Deutschland erfahren immer häufiger Ärzte, Krankenpfleger in den Notaufnahmen und auf den Krankenhausstationen verbale Angriffe und Bedrängungen durch Patienten oder deren Angehörige. Rettungssanitäter müssen verstärkt die Polizei rufen, weil sie sich bedroht fühlen.
Dabei handelt es sich nicht immer durch alkoholisierte oder unter Drogen stehende Menschen, sondern vermehrt gehen Tätigkeiten von Migranten aus. Viele Kliniken setzen daher jetzt Sicherheitsdienste ein. Im Klinikum Herford wurde gerade wieder eine Ärztin und eine Krankenpflegerin durch eine Attacke eines offenbar psychisch verwirrten Patienten verletzt.
Wie die »Neue Westfälische« berichtete, fiel der Mann bereits im Warteraum durch aggressives Verhalten und Beleidigungen gegenüber wartenden Patienten auf, bis dieser ohne Vorwarnung auch körperlich tätig wurde. Im Franziskus-Hospital Bielefeld attackierten Angehörige eines verstorbenen kurdischen Patienten das Krankenhauspersonal.
Zwei Brüder der Familie wollten ihren dementen und herzkranken Vater von der Intensivstation mitnehmen, was aus medizinischer Sicht völlig undenkbar war, erklärte der Chef des Franziskus-Hospital Georg Rüter. Im Streit um seine Entlassung erlitt der Vater der Kurden-Brüder einen Herzstillstand und starb. Die Familie spricht »von Mord«.
»Leider seien oft Bürger mit Migrationshintergrund besonders aggressiv«, sagte Rüter. »Die spielen oft die Karte der Ausländerfeindlichkeit. Das weise ich aber sofort zurück. Wir sind ein Haus aller Nationalitäten.« Es sei auch bereits eine dunkelhäutige Ärztin angegriffen worden, erläuterte der Arzt.
Es würden manche Patienten in der Notaufnahme wenig Verständnis dafür zeigen, dass es nicht danach geht, wann man in der Notaufnahme eingetroffen ist, sondern wie schwerwiegend der Patient verletzt oder erkrankt ist. Für Unfallopfer mit schwerwiegenden Verletzungen gilt immer Vorrang.
Der Präsident der Bundesärztekammer Frank Ulrich Montgomery schlug bereits zu Jahresanfang wegen zunehmender Gewalt gegen Mediziner, Pfleger und Sanitäter Alarm. »Wir erleben derzeit eine totale Verrohung bei einigen Patienten und ihren Angehörigen gegenüber medizinischem Personal«, beklagte Montgomery.
Auch in Notaufnahmestellen würde es immer häufiger passieren, dass Menschen wegen Wartezeiten sehr aggressiv würden. In einigen Krankenhäusern müssen bereits Sicherheitsdienste das Personal schützen, sagte Montgomery. »Die Politik muss dringend einen Kulturwandel befördern, damit man wieder begreift, dass diese Menschen Retter und Helfer sind.«
Alkohol, Drogenmissbrauch und Migranten lassen Gewalt wachsen
Klinikpersonal und Sanitäter werden immer häufiger attackiert
Ärzte, Krankenpfleger und Rettungssanitäter in Deutschland klagen vermehrt über verbale und körperliche Angriffe durch Patienten oder Angehörige. Es wird von einer zunehmenden Verrohung gesprochen. Immer häufiger sind daran Migranten beteiligt.
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