Am Freitag wurden zwei deutsche Frauen aus Niedersachsen im Alter von 58 und 65 Jahren am Strand des Hotels ihres ägyptischen Urlaubsorts Hurghada erstochen. Nach ersten Ermittlungen war der Angreifer, ein 28-jähriger Nordägypter, von einem öffentlich zugänglichen Küstenstreifen aus an den Strand geschwommen.
Der Täter habe sich vor der Tat zu den beiden Urlauberinnen gesetzt und mit ihnen auf recht perfektem Deutsch gesprochen. Unklar ist noch, woher der Ägypter, der gerade ein Studium der Wirtschaftswissenschaften beendet hatte, die Deutsch-Kenntnisse hatte. Daraufhin sei er plötzlich im Gespräch mit dem Messer auf sie losgegangen und habe immer wieder eingestochen.
Anschließend flüchtete der Mann schwimmend vom Strand des Hotels weg hin zum Nachbarhotel, wo er mit dem Messer vier weitere Touristen angegriffen habe. Bei seinen Taten rief der Täter auf Arabisch warnend zu Landsleuten: »Bleibt weg, ich will keine Ägypter«. Es ginge ihm nur um Ausländer. Dem Wachpersonal gelang es ihn zu überwältigen und der Polizei zuzuführen.
Der festgenommene Messerstecher berief sich bei der Vernehmung auf das islamische Recht der Scharia. Zudem pries er die Ideologie der Terrormiliz IS an. Deren ägyptischer Zweig rief kürzlich seine Anhänger dazu auf, Christen und ausländische Touristen anzugreifen.
Inzwischen verstärkte die ägyptische Polizei die Sicherheitsvorkehrungen in Hurghada. Es wurden mehr Beamte eingesetzt sowie zusätzliche Kontrollpunkte an den Zufahrten zu den touristischen Orten geschaffen.


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