Wieder wurde die französische Hauptstadt von einem islamistischen Anschlag erschüttert. Im Zentrum von Paris griff ein 20-jähriger Islamist am Sonnabend Passanten mit einem Messer an und töte dabei einen 29 Jahre alten Mann. Vier weitere Menschen wurden verletzt.
Der in Straßburg aufgewachsene Täter ging kurz vor 21.00 Uhr in der Rue Monsigny mit einem Messer auf Menschen und rief dabei immer wieder »Allahu Akbar«. Zu diesem Zeitpunkt waren viele Menschen dem Viertel mit vielen Bars, Restaurants und Theater unterwegs und wurden so zu Zeugen des blutigen Geschehens.
Der Attentäter wurde von der Polizei erschossen. Es handelt sich dabei um einen in Tschetschenien geborenen französischen Staatsbürger namens Khamzat A., welcher dem französischen Geheimdienst seit 2016 als radikaler Islamist und Gefährder hinlänglich bekannt war. Die Terrormiliz »Islamischer Staat« (IS) bekannte sich zur Tat.
Zwei der Opfer wurden nach Polizeiangaben mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Passanten erlitten leichtere Verletzungen, wurden aber ebenso im Krankenhaus behandelt. Laut Innenminister Gérard Collomb sind alle vier inzwischen außer Lebensgefahr.
Der Täter versuchte auch die zur Hilfe eilende Polizei mit dem Messer zu attackieren. Dabei schossen die Beamten auf den Angreifer und trafen ihn tödlich. Premierminister Edouard Philippe lobte »die außerordentliche Reaktion« der Polizei. Ihre Schnelligkeit »hat aller Wahrscheinlichkeit nach eine schlimmere Opferbilanz verhindert«, sagte dieser.
Der erneute Anschlag sorgte für eine politische Debatte über die innere Sicherheit in Frankreich. Der Chef der konservativen Republikaner, Laurent Wauquiez, erklärte, Worte reichten nicht aus, es müssten Taten folgen. Marine Le Pen vom Front National bezeichnete die auf der Gefährder-Liste verzeichneten Personen als »Zeitbomben«.
In Paris gab es in den vergangenen Jahren wiederholt tödliche Anschläge, die islamistisch motiviert waren. Bei diesen Angriffen starben in der französischen Metropole seit 2015 bereits 246 Menschen.
Messerstecher war Behörden seit 2016 als Gefährder bekannt
Erneut islamistischer Terrorangriff in Paris
Seit 2015 kamen in Paris bereits 246 Menschen in Folge islamistischer Anschläge ums Leben. Am Wochenende war wieder ein den Behörden längst bekannter Gefährder als Messerstecher unter »Allahu Akbar«-Rufen unterwegs und tötete einen Passanten, verletzte weitere.
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