Auch bei diesem Jahreswechsel wurden in der Bundeshauptstadt wieder Feuerwehrleute und Polizisten angegriffen. Die Berliner Polizei musste am Rande der Silvesterfeierlichkeiten in der Stadt zwischen 18 und 6 Uhr 2979 Notrufe registrieren, aus der insgesamt 1721 Einsätze hervorgingen. Die häufigsten Einsatzanlässe waren der verbotene Umgang mit Pyrotechnik, Körperverletzungen und Sachbeschädigungen.
Hunderttausende Besucher verbrachten den Jahreswechsel auf der zentralen Silvesterparty am Brandenburger Tor. Hier gab es neben diversen Strafanzeigen wegen des Abbrennens von Feuerwerkskörpern und Zündens von Böllern sowie Körperverletzungen zwei Strafermittlungsverfahren wegen sexueller Belästigung und eines wegen des Verdachts der Vergewaltigung. Hierzu konnten Verdächtige festgenommen werden.
Erneut war aber ein besonderer Einsatzschwerpunkte für die Polizei der Bereich rund um die Pallasstraße im Berliner Stadtteil Schöneberg. In dem stark durch türkische und arabische Migranten geprägten Viertel bildete sich eine Gruppe von bis zu 150 Personen. Es wurden dabei immer wieder vorbeifahrende Fahrzeuge und auch Passanten gezielt mit Feuerwerkskörpern beschossen, darunter wegen ihrer Gefährlichkeit verbotene Böller aus Polen.
Die Einsatzkräfte leiteten insgesamt 31 Strafermittlungsverfahren, unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Waffen- und Sprengstoffgesetzes sowie wegen besonders schweren Landfriedensbruchs ein. 27 Personen wurden vorübergehend festgenommen und erhielten Platzverweise. Die Polizei war bemüht an der Pallasstraße eine Eskalation wie im Jahr zuvor zu verhindern, als Einsatzkräfte beschossen wurden.
Kurz nach Mitternacht wurden Polizeibeamte in der Kastanienallee im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg aus einer 50- bis 60- köpfigen Gruppe heraus mit Steinen und Feuerwerkskörpern beworfen. Ein 16-jähriger konnte in diesem Zusammenhang von den Einsatzkräften wiedererkannt und kurz darauf festgenommen werden. Die Beamten wurden dabei attackiert und mussten Pfefferspray einsetzen. Bei der Auseinandersetzung wurden acht Polizisten verletzt.
Die Berliner Feuerwehr vermeldete bei Noteinsätzen in der Silvesternacht Attacken auf 49 ihrer Einsatzkräfte, 33 davon durch einen gezielten Beschuss mit Feuerwerk. Ein Feuerwehrmann musste mit einem Knalltrauma in eine Spezialklinik transportiert werden.
Vorfälle gab es auch in anderen deutschen Städten. In Köln gab es bei Silvesterfeiern in Nähe des Hauptbahnhofes sieben Anzeigen wegen Straftaten mit sexuellem Hintergrund. Polizisten in Dortmund wurden mit Silvesterrakete beschossen und mit Flaschen beworfen. Zu den Angriffen kam es nahe der Innenstadt aus einer Personengruppe heraus.
In Hamburg wurden Rettungskräfte behindert, als sie einem 20-jährigen helfen wollten, der mit einem Messerstich in den Rücken verletzt war. Die Einsatzkräfte blieben zunächst im Fahrzeug sitzen, weil sie mit Gegenständen beworfen und beleidigt wurden, bis die zur Hilfe kommende Polizei die Lage beruhigte. Der junge Mann wurde schließlich in ein Krankenhaus gebracht.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) forderte angesichts einer Zunahme von Angriffen mehr Respekt gegenüber den Einsatzkräften. »Polizei und Rettungskräfte sind auch Silvester für Euch da. Lasst Sie Ihre Arbeit machen und greift Sie nicht an. Sie sind für Euch da«, twitterte GdP-Bundeschef Oliver Malchow am Neujahrstag.
Attacken gegen Polizei und Feuerwehr in Berlin und anderen Städten
Erneut Gewaltexzesse in der Silvesternacht
In Berlin und anderen deutschen Großstädten gab es in der jüngsten Silvesternacht wieder etliche Angriffe gegen Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr mit mehreren Verletzten. Auch sexuelle Übergriffe wurden abermals registriert.
Quelle
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