Anschlagspläne eines 33-jährigen Libanesen gestoppt

Asylbewerber wollte sich in Berlin in die Luft sprengen

In Osnabrück wurde ein 33-jähriger abgelehnter Asylbewerber aus dem Libanon festgenommen, der schon mehrfach durch Gewaltdelikte aktenkundig war. Der Intensivtäter drohte damit, den »Märtyrertod« sterben zu wollen und sich dazu in Berlin in die Luft zu sprengen.

Ein 33-jährige Libanese aus Osnabrück wurde von der Polizei in Präventivhaft genommen, nachdem er mit einem Selbstmord-Anschlag in der Bundeshauptstadt drohte. Wie Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) mitteilte, habe der abgelehnte Asylbewerber den »Märtyrertod« sterben wollen. Dieser wollte sich dazu »in Berlin in die Luft sprengen«.

Erst im Februar war der als mehrfacher Gewalttäter aktenkunder Mann aus dem Gefängnis entlassen worden. Er galt auch als Hochrisikofall im Bereich häuslicher Gewalt und kündigte in seinem Umfeld an, Personen aus dem familiären Umfeld etwas antun zu wollen.

Der Libanese war in der Vergangenheit immer wieder durch »erhebliche Gewaltdelikte« in Erscheinung getreten und mehrfach vorbestraft. Erst vor wenigen Tagen wurde gegen ihn ein neues Verfahren wegen Körperverletzung eingeleitet.

Das Landgericht Osnabrück hat die neueste Drohung als Terror-Verdachtsfall eingestuft und damit der Polizei 14 Tage Zeit gegeben, den Mann in Präventivhaft zu nehmen, um weitere Untersuchungen zu den Hintergründen anzustellen, auch inwieweit islamistische Verbindungen bestehen.

Der libanesische Gewalttäter ist als abgelehnter Asylbewerber vollziehbar ausreisepflichtig. Da er seine Ausweisdokumente verloren haben soll, bemüht man sich derzeit um die Beschaffung von Ersatzpapieren, um eine Abschiebung zu erreichen.

Sven von Storch

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