Trotz ähnlicher Delikte als abgelehnter Asylbewerber geduldet

Afrikaner missbraucht in Roßlau neunjähriges Mädchen

Ein Afrikaner missbrauchte Pfingsten am hellichten Tage in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt) ein 9-jähriges Mädchen. Der Festgenommene ist ein schon wegen ähnlicher Delikte auffällig gewordener abgelehnter Asylbewerber aus Niger, der trotzdem geduldet war.

Im Dessauer Stadtteil Roßlau kames am Pfingstsonntag zu einem schweren sexuellen Übergriff auf ein 9-jähriges Mädchen. Als dringend Tatverdächtiger wurde ein 27-jähriger Mann aus dem afrikanischen Niger festgenommen, der ein geduldeter abgelehnter Asylbewerber ist.

Das Amtsgericht Dessau-Roßlau erließ den Haftbefehl aufgrund des Verdachts des »schweren sexuellen Missbrauchs«. Der in einer Asylunterkunft lebende Beschuldigte wurde in Untersuchungshaftanstalt genommen. Für die Fahndung nach dem auf einem Fahhrad geflüchteten Afrikaner kreiste mehrere Stunden ein Hubschrauber über der Stadt.

Mehrere Zeugen hörten zuvor zur Tatzeit Schreie und sahen den Mann an den Elbwiesen flüchten, als sie dem bereits entkleideten Mädchen zur Hilfe eilten. Es gab noch am gleichen Tag einen Aufruf zu einer Demo unter dem Motto »Schützt unsere Kinder«. Dazu zogen etliche Demonstranten am Abend bei einer Spontandemo durch Roßlau.

Gegen den festgenommenen 27-jährigen wurde schon wegen ähnlicher Delikte ermittelt. Daher sorgte die Straftat für große Aufregung, da sie bei einem konsequenten Vorgehen der Justiz und dem Vollzug der Abschiebung nach einer Ablehnung des Asylantrags hätte vermieden werden können.

Die Duldung des Afrikaners lief zum am 18. Juni aus. Die Bürgermeisterin von Roßlau, Christa Müller (CDU), zeigte sich »fassungslos« über die Tat und forderte »eine scharfe Reaktion von Staat und Justiz«. Sie erklärte, man dürfe nicht länger einfach zusehen und immer wieder nach Entschuldigungen suchen.

Sven von Storch

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