Nur drei Wochen vor dem G-20-Gipfel in Hamburg wurden in der Nacht zu Montag an zahlreichen Bahnstrecken in ganz Deutschland Brandanschläge verübt. Insgesamt vermeldete die Polizei 13 Taten. Dabei wurden immer wieder Kabelschächte an Zuggleisen mit Brandbeschleuniger angezündet, was unter anderem die Signalkabel beschädigte.
Betroffen waren von der Brandstiftung Berlin, Hamburg, Bremen, Köln, Dortmund, Leipzig und Bad Bevensen in Niedersachsen. Das für die Aufklärung extremistischer Straftaten zuständige Operative Abwehrzentrum (OAZ) der sächsischen Polizei sieht in den Straftaten einen klar politisch motivierten Hintergrund und einen Bezug zum G20-Gipfel in Hamburg, wozu linksextreme Kräfte derzeit wieder massiv mobilisieren.
Die Brandanschläge sorgten im Großraum um Leipzig, Dresden und Chemnitz sowie in Halle (Saale) zu teils massiven Behinderungen im Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr. Ebenso gab es in Niedersachsen, Bremen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erhebliche Probleme. Beeinträchtigungen ergaben sich auch in Köln, Berlin, Hamburg und auf der Strecke zwischen Bochum und Dortmund. Ganz viele kamen verspätet an.
Die Deutsche Bahn rechnet damit, dass die Störungen sich vermutlich noch den ganzen Tag hinziehen. Für die Reparaturmaßnahmen werden mehrere Züge umgeleitet oder ein Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Wegen der häufig defekten Signalanlagen seien Streckenteile nicht befahrbar.


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