Die Zahl der Toten nach den islamistischen Anschlägen am Ostersonntag auf drei Kirchen und drei Hotels in Sri Lanka hat sich unterdessen nach zunächst 190 auf 321 erhöht. Viele sind in den zwei Tagen danach in den Krankenhäusern zusätzlich ihren schweren Verletzungen unterlegen.
Jetzt hat sich im Internet am Dienstag die Terrormiliz »Islamischer Staat« zu den Terrorakten auf dem Inselstaat im Indischen Ozean bekannt. Diese teilte Bilder in sozialen Netzwerken, welche die zumeist maskierten Selbstmordattentäter zeigen sollen. Diese posieren dabei vor einer Flagge der Terrorgruppe.
»Diejenigen, die den Angriff ausgeführt haben, der vorgestern Mitglieder der US-geführten (Anti-IS-)Koalition und Christen in Sri Lanka zum Ziel hatte, sind Kämpfer des Islamischen Staates«, hieß es in einer Mitteilung über das IS-Propaganda-Sprachrohr Amaq. In einem Video schwören sie dem IS-Führer Abu Bakr al-Bagdadi auf Arabisch die Treue.
Der stellvertretende Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene sagte, die Regierung gehe davon aus, dass es sich bei den Anschlägen um eine »Antwort auf das Attentat von Christchurch« in Neuseeland handele, bei der es durch einen Einzeltäter in Moscheen 50 Tote gab. Einer der Attentäter am Ostersonntag wäre nach Geheimdienstinformationen danach besonders radikalisiert aufgefallen.
Terrorexperten erklärten, dass es sich bei den zeitgleichen Anschlägen um einen ausgeklügelten Plan gehandelt habe, der eine längere Vorbereitung in Anspruch nahm. Laut Premierminister Ranil Wickremesinghe befänden sich einige daran beteiligte Verdächtige auf der Flucht, manche von ihnen hätten Sprengstoff dabei.
Derzeit sind 42 Personen aus Islamistenkreisen vorübergehend in Haft, darunter ein Syrer. 20 Häuser sind durchsucht worden. Die Regierung sei bereits seit Tagen über mögliche Anschlagspläne der örtlichen Islamistengruppe National Thowheeth Jama’ath (NTJ) informiert gewesen, die Kontakte zum IS hatte, konnte aber nicht rechtzeitig zugreifen.
Zahl der Mordopfer von Ostersonntag auf 321 gestiegen
IS-Terrormiliz bekennt sich zu Anschlägen auf Christen in Sri Lanka
Die Terrormiliz »Islamischer Staat« bekannte sich zu den blutigen Bombenanschlägen zu Ostern auf Kirchen und Hotels in Sri Lanka. Mittlerweile sind 321 Tote zu beklagen. Immer mehr wird rund um die Täter ein umfangreiches Netzwerk erkennbar.
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