Verbesserte Sicherheitslage in Syrien

Über 600.000 Syrer kehrten zurück in ihre Heimat

Mehr als 11 Millionen Syrer sind in Folge des Bürgerkriegs auf der Flucht, davon allein fünf Millionen im Ausland. Immerhin 600.000 kehrten seit Jahresbeginn wieder in ihre angestammte Heimat zurück. Die meisten davon sind allerdings Binnenvertriebene.

Freie Welt

Eine verbesserte Sicherheitslage in der Region lassen immer mehr Syrier in ihre angestammte Heimat zurückkehren. Angaben der UNO zufolge haben sich in der ersten Jahreshälfte mehr als 600.000 Menschen auf dem Weg zurück in ihre Dörfer und Städte gemacht.

Laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) waren aber 84 Prozent der 602.759 Rückkehrer Binnenvertriebene, die in anderen Landesteilen Syriens Zuflucht gefunden hatten. 16 Prozent kehrten aus Nachbarländern wie der Türkei, dem Libanon, dem Irak und Jordanien zurück. >

Für rund 27 Prozent der Rückkehrer stand im Vordergrund, ihren Besitz schützen zu wollen. 25 Prozent nannten die Verbesserung der Wirtschaftslage und elf Prozent bessere Sicherheitsbedingungen in ihrem Heimatort. 14 Prozent beklagen eine Verschlechterung der ökonomischen Situation an ihrem Zufluchtsort.

Am meisten profitiert aktuell die Provinz Aleppo, wohin rund 67 Prozent der Vertriebenen zurück gingen. Die gleichnamige Provinzhauptstadt wurde im vergangenen Jahr von recht heftigen Kämpfen heimgesucht, die nunmehr ein Ende fanden.

Laut der IOM gelten aktuell aber noch immer mehr als sechs Millionen Syrer als Binnenvertriebene. Darüber hinaus leben mehr als fünf Millionen im Ausland, um die 100.000 kamen zuletzt nach Deutschland.

Sven von Storch

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