Mit der Massenzuwanderung in Folge der Asylkrise sollen seit 2015 auch mehrere Tausend Taliban-Kämpfer aus Afghanistan nach Deutschland gekommen sein, wie das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die deutschen Sicherheitsbehörden informierte.
Demnach laufen bei der Generalbundesanwalt bereits in mehr als 70 Fällen entsprechende Ermittlungen. Derzeit befinden sich sechs Männer in Untersuchungshaft. Ferner sollen verschiedene Verfahren gegen Afghanen in nächster Zeit beginnen.
Es würde bei einer mittleren vierstelligen Zahl von Asylsuchenden der Verdacht bestehen, dass es sich bei ihnen um frühere Taliban-Mitglieder handele. Einige Betroffene hätten sich während des Asylverfahrens selber belastet.
Nicht geklärt sei, inwieweit deren Angaben zutreffen, da manche möglicherweise in der Hoffnung auf bessere Bleibeperspektiven, sich als ehemalige Taliban ausgeben, die daraus eine Gefahr für ihr Leben bei einer Rückkehr ins Heimatland herleiten.
Man erwarte bei den Ermittlungen aber zahlreiche Terrorprozessen gegen mögliche Taliban-Kämpfer. Daneben gibt es laufende Verfahren gegen zahlreiche vermeintliche Mitglieder des IS.
Die Bundesanwaltschaft beklagt inzwischen über eine wachsende Überlastung durch immer mehr Verfahren gegen Islamisten. Generalbundesanwalt Peter Frank warnte, die »Grenzen der Leistungsfähigkeit« seiner Leute sei erreicht.
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Eingereist als »Flüchtlinge«
Tausende Taliban-Kämpfer in Deutschland
Offensichtlich mehrere Tausend Taliban-Kämpfer kamen seit 2015 als »Flüchtlinge« von Afghanistan nach Deutschland, wie Bundesbehörden jetzt Alarm schlagen. In mehr als 70 Fällen wird nunmehr ermittelt. Weitere Verfahren sind geplant.
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