Acht Tote bei Gewaltausbruch, nachdem die falschen Retter kamen

Migranten attackieren tunesische Küstenwache mit Molotow-Cocktails

Immer aggressiver treten afrikanische Migranten in Schlepperbooten auf, wenn sie im Mittelmeer das falsche Boot »rettet«. Am Freitag wurde die tunesische Küstenwache, die sie zurückbringen wollte, mit Brandsätzen attackiert. In der Folge gab es acht Tote.

Im Mittelmeer wurden nach gewaltsamen Auseinandersetzungen am Freitag zwischen den Insassen eines Flüchtlingsboots und der tunesischen Küstenwache acht Tote aus dem Mittelmeer geborgen, wie der Sprecher der tunesischen Nationalgarde, Houssemeddine Jebabli, bekannt gab. Aus welchen Ländern die Toten stammten, blieb offen.

Tunesische Sicherheitskräfte versuchten das Schlepperboot kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Sfax in Richtung Europa zu stoppen und zur Küste zurückzubringen. Daraufhin bewarfen die Insassen des Bootes die Sicherheitskräfte mit vorbereiteten Brandsätzen wie Molotow-Cocktails. Die Migranten haben schließlich ihr eigenes Boot angezündet und versucht schwimmend zu fliehen.

Festgenommen wurden von der Küstenwache acht Migranten von der Elfenbeinküste und zwei aus dem Kongo. Ein Flüchtling wurde laut Jebabli mit Verbrennungen in ein Krankenhaus gebracht. Wenig später entdeckten die Einsatzkräfte die erste Leiche im Mittelmeer. Seit Monaten steigt die Zahl der Menschen, die von Tunesien aus über das Mittelmeer nach Europa fliehen wollen.


Sven von Storch

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