Um den CO2-Ausstoß zu reduzieren, entstehen schon recht merkwürdig anmutende Ideen. Weil die kalifornische Millionenstadt Los Angeles regelmäßig über hohe Temperaturen klagt, werden jetzt im Rahmen eines Pilotprojektes die Straßen weiß gestrichen. Dieses soll einen kühlenden Effekt erzeugen, der sich letztlich positiv auf das Klima auswirke.
Es handelt sich um einen speziellen Straßenanstrich namens »CoolSeal«, der ausgewählte Straßen in der Westküstenmetropole bedecke. Der weiße Anstrich soll Sonnenstrahlen zurückreflektieren und somit mehr Wärme abweisen als der herkömmliche Asphalt. Damit würde auf dem Boden die Temperatur um sieben Grad kühler werden.
Mit dem Projekt gibt Los Angeles an, dem Klimawandel durch Abkühlung entgegenwirken zu wollen. Mit dem Sinken der Temperaturen in der Stadt (oft über 30°C) werde die Verwendung stromfressender Klimaanlagen minimiert und der CO2-Ausstoß reduziert. Preiswert ist der Weißmacher »CoolSeal« nicht. Pro Kilometer fallen für den Belag 64.000 Euro an.
Entwickelt wurde dieser ursprünglich für Militärflughäfen, damit Flugzeuge während der Wartezeiten nicht überhitzen. Dabei wurde weniger an den Klimawandel gedacht, sondern ihr Versteck, denn wenn die Flugzeuge kühl sind, können sie von Infrarotkameras schwer erfasst werden.
Den Aufstrich »CoolSeal« will sich nun Eric Garcetti, seit 2013 Bürgermeister der Demokraten in Los Angeles, zunutze machen. Interessant wäre aber die Frage, wieviel CO2-Ausstoß letztlich für die Herstellung der weißen Farbe und deren Aufbringung entsteht.
Mehr dazu unter msn.com
Merkwürdige Maßnahme im Namen des Klimaschutzes
Los Angeles streicht Straßen weiß an
Es mutet wie ein Aprilscherz an. Der demokratische Bürgermeister der kalifornischen Millionen-Metropole Los Angeles, Eric Garcetti, lässt Straßen weiß anstreichen. Dieses soll zur CO2-Reduzierung und zum Klimaschutz beitragen.
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